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Türkei Türkei braucht ein Konzept

Das türkische Parlament billigt Militäraktionen in Syrien und im Irak. Doch die Frage der Rückzugsstrategie bleibt ungeklärt. Zu einer tragfähigen Strategie gehört auch ein Konzept zum Umgang mit den Kurden. Ein Kommentar.

Türkische Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze. Foto: rtr

Die Türkei bereitet sich auf einen Kriegseinsatz vor, nachdem das Parlament Militäraktionen in Syrien und im Irak gebilligt hat. Anders als beim US-geführten Krieg gegen den Irak erlaubten die Volksvertreter diesmal auch ausländischen Truppen, türkische Basen zu nutzen.

Die Regierung machte klar, dass sie mit einer Intervention nicht nur die Terrormiliz IS treffen will, sondern auch das Assad-Regime. Damit würde, mindestens implizit, ein Nato-Staat seinen Nachbarn angreifen, der dazu mit Russland und dem Iran verbündet ist. Vor allem aber lässt die Resolution offen, welche Rückzugsstrategie es gibt. Nun sollte der Westen dringend gemeinsam mit der Türkei eine tragfähige Strategie für Syrien entwickeln.

Dazu gehört ein Konzept zum Umgang mit den Kurden. Zwar hat der türkische Premier Ahmet Davutoglu den Kurden im belagerten Kobane Hilfe zugesichert. Doch sollte schnell klar gesagt werden, wie diese Hilfe aussehen soll. Wer fordert sie an? Was bedeutet die Intervention für die Autonomie der syrischen Kurden und die Friedensgespräche mit der Kurdenguerilla PKK in der Türkei?

Falls Davutoglu die Verteidigung Kobanes gemeinsam mit den syrischen Kurden organisieren will, wäre das ein Riesenschritt für die Türkei und ein Hoffnungsschimmer für die gesamte Region.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Türkei

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