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Terror in New York Neue Fahndung in Zusammenhang mit Anschlag

5. UpdateTerrorakt an Halloween: Ein Pick-up-Truck rast in Manhattan durch Fußgänger und Fahrradfahrer. Acht Menschen sterben, elf werden verletzt. Die Polizei schreibt einen Mann zur Fahndung aus, den sie befragen möchte.

01.11.2017 13:23
Terrorakt in New York
Der abgesperrte Tatort. Hier, vor einer Schule, kam der Wagen des Attentäters zum Stehen. Foto: dpa

Nach dem tödlichen Anschlag in New York suchen die US-Behörden nach einem zweiten Usbeken. Auf einem am Mittwoch veröffentlichten Fahndungsplakat der Bundespolizei FBI hieß es, der 32-Jährige solle im Zusammenhang mit dem Anschlag befragt werden. Gegen den nach der Tat festgenommenen Usbeken wurde unterdessen Anklage erhoben. Ihm wird zur Last gelegt, für den Tod von acht Menschen verantwortlich zu sein und die Islamistenmiliz IS unterstützt zu haben. In der Klage hieß es, der Verdächtige habe zugegeben, vom IS inspiriert worden zu sein. Er habe vorgehabt, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Bei dem Attentat waren am Dienstagnachmittag (Ortszeit) acht Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. „Er tat es im Namen des IS“, sagte Vize-Polizeichef John Miller am Mittwoch. Es scheine so, als habe der Täter „Anleitungen des IS fast auf den Punkt genau befolgt“. Am Tatort seien auch auf Arabisch verfasste, handschriftliche Notizen gefunden worden. Kern dieser Botschaften sei gewesen, dass der Islamische Staat (IS) für immer fortleben werde.

US-Präsident Donald Trump hatte den IS bereits für die Tat verantwortlich gemacht und verschärfte Sicherheitsüberprüfungen angeordnet. Zudem will Trump die „Green-Card-Lotterie“ abschaffen, die jährlich bis zu 50.000 Ausländer dauerhaften Aufenthalt mit Arbeitserlaubnis in den USA verschafft, darunter auch vielen Deutschen. Trump telefonierte am Mittwoch mit New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo. Mit acht Toten war es der schwerste Anschlag in New York seit dem 11. September 2001.

Nach Polizeiangaben handelte der 29-jährige mutmaßliche Angreifer, den US-Medien unter Berufung auf Regierungsvertreter als Sayfullo S. identifizierten, alleine. Er stammt aus der muslimisch geprägten Ex-Sowjetrepublik Usbekistan und lebt seit 2010 legal in den USA, zuletzt im Bundesstaat New Jersey. Die autoritäre Führung Usbekistans sowie der Fahrdienstvermittler Uber, für den S. arbeitete, kündigten an, mit den Behörden zu kooperieren.

Der Angreifer war mit einem gemieteten Kleinlaster unweit des World Trade Center auf einen Radweg gefahren und hatte Fahrradfahrer und Fußgänger gerammt. Dann kollidierte er mit einem Schulbus, wurde von einem Polizisten angeschossen, festgenommen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht. S. soll Berichten zufolge „Allahu Akbar“, Arabisch für „Gott ist groß“, gerufen haben, als er der Polizei gegenüberstand.

Die Polizei identifizierte zwei der Todesopfer als einen 23-Jährigen New Yorker und einen 32-Jährigen aus dem benachbarten New Jersey. Nach offiziellen Angaben aus den jeweiligen Ländern waren die weiteren Todesopfer fünf Freunde aus Argentinien, die das 30. Jubiläum ihres Fachhochschul-Abschlusses feierten, sowie eine Frau aus Belgien. Unter den elf Verletzten waren eine Deutsche sowie eine belgische Familie. Zwei Lehrer und zwei Schüler wurden verletzt, als der Kleinlaster vor einer High School mit ihrem Schulbus kollidierte. Neun Verletzte waren am Mittwoch noch im Krankenhaus.

Die New Yorker gedachten der Opfer am Mittwoch am Ort der Attacke im Süden Manhattans mit Blumen sowie mit argentinischen und belgischen Fahnen. Auch am nahegelegenen Mahnmal für die Terroranschläge vom 11. September 2001 steckten an einem Baum Blumen, um der Opfer vom Dienstag zu gedenken. Der Fahrradweg, der an der Westseite Manhattans am Hudson River entlang führt, war immer noch weiträumig abgesperrt.

Die traditionelle Halloween-Parade am Dienstag, zu der mehr als eine Million Menschen kamen, fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen trotz des Attentats statt. Dasselbe ist auch für den New Yorker Marathon geplant. Am Sonntag würden rund 51.000 Läufer und 2,5 Millionen Zuschauer erwartet, teilten die Behörden mit.

Die Attacke weckt Erinnerungen an ähnliche Terrorangriffe mit Fahrzeugen. Darunter waren Attacken im Juni in London, im Juli 2016 in Nizza sowie im Dezember 2016 in Berlin, als der Tunesier Anis Amri einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuerte. (FR/rtr/dpa)

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