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Terror in Barcelona Spanische Justiz verhinderte Abschiebung des Imams

Der Imam Es Satty, der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, die für den Anschlag in Barcelona verantwortlich war, war als ungefährlich und „arbeitsmäßig in Spanien verwurzelt“ eingestuft worden.

24.08.2017 10:45
Terror in Barcelona
Dieses Gebäude nutze der Imam Es Satty als Moschee. Foto: afp

Die spanische Justiz hat vor zwei Jahren eine geplante Abschiebung des Imams Abdelbaki Es Satty verhindert, der die Terrorzelle von Barcelona inspiriert haben soll. Der Geistliche sei damals als ungefährlich und „arbeitsmäßig in Spanien verwurzelt“ eingestuft worden, zitierte die spanische Zeitung „El Periódico“ am Mittwochabend Gerichtsunterlagen.

Es Satty ist der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, die für den Anschlag in Barcelona und den vereitelten Anschlag von Cambrils mit insgesamt 15 Toten verantwortlich war. Der 45-Jährige starb Polizeiangaben zufolge vor acht Tagen bei der Explosion des Hauses, in dem die Gruppe die Attentate geplant haben soll.

Es Satty stammt ursprünglich aus Marokko. Er hatte zum Zeitpunkt seiner geplanten Abschiebung gerade eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt.

Dieses Delikt habe aber „keine Bedrohung für die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit der Bürger“ dargestellt, entschied der zuständige Richter. Der Imam des katalanischen Ortes Ripoll sei um „eine Integration in die spanische Gesellschaft bemüht“ gewesen. Es gebe keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten, entschied das Gericht und annullierte die Abschiebungsanordnung. (dpa)

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