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Pakistan Mindestens 14 Tote bei Taliban-Angriff auf Studentenheim

In der pakistanischen Peshawar haben Talibankämpfer ein Studentenheim angegriffen. Dabei sterben mindestens 14 Menschen.

01.12.2017 09:59

Bei einem Angriff der pakistanischen Taliban auf ein Studentenheim in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind mindestens 14 Menschen getötet worden, darunter die 5 Angreifer. Ein Arzt an einer großen Klinik berichtete, dort seien mindestens fünf tote Studenten und ein toter Wächter eingeliefert worden. In eine andere Klinik wurden drei Tote gebracht. Zum Zeitpunkt des Angriffs am Freitagmorgen hatten sich etwa 100 Menschen in dem Haus aufgehalten.

Auch alle fünf Angreifer seien getötet worden, berichtete ein Sprecher der Polizei, Mohammad Nadeem. Kliniken meldeten am Mittag 37 Verletzte. Die Polizei hatte anfangs nur von 13 Verletzten unter den Studenten und Sicherheitskräften berichtet.

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem angegriffenen Gebäude um die Studentenunterkünfte der staatlichen Landwirtschaftsbehörde gegenüber der Islamia-Universität. Der Angriff habe am Morgen gegen 8.40 Uhr begonnen. Die Angreifer hätten Burkas getragen, sagte Polizeisprecher Nadeem. Die Sicherheitskräfte reagierten schnell - schon etwa zwei Stunden später waren die Angreifer tot.

Der Sprecher der radikalislamischen pakistanischen Talibangruppe Tehrik-e Taliban Pakistan (TTP) reklamierte die Tat für seine Organisation. Man habe ein „geheimes Büro des pakistanischen Geheimdienstes ISI“ angegriffen, hieß es.

In Pakistan wird am Freitag der Geburtstag des Propheten Mohammed gefeiert, weshalb viele der Bewohner das Gebäude noch nicht verlassen hatten.

Angriffe von Islamisten auf staatliche Stellen sind in Pakistan in den vergangenen Jahren nach massiven Militäroperationen gegen einige der vielen Extremistengruppen im Land stark zurückgegangen. Trotzdem gibt es weiterhin Angriffe. Im Januar 2016 hatten pakistanische Taliban die Bacha-Khan-Universität im nordpakistanischen Charsadda angegriffen und mindestens 20 Menschen getötet. (dpa)

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