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Nassirija Dutzende Tote bei schweren Anschlägen im Irak

Bei zwei Selbstmordanschlägen in der Nähe der südirakischen Stadt Nassirija sind mindestens 50 Menschen getötet worden.

14.09.2017 16:14
Ermittler inspizieren einen der Anschlagsorte in der Nähe der Stadt Nassiriya. Foto: rtr

Mehrere Attentäter der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben bei einem Doppelanschlag im Südirak mindestens 50 Menschen in den Tod gerissen. Ein Vertreter der örtlichen Gesundheitsbehörde wies darauf hin, dass die Opferzahl noch steigen könne, da viele der fast 90 Verletzten in Lebensgefahr schwebten. Die Anschläge richteten sich gegen ein Restaurant und einen Kontrollposten in der sonst ruhigen Stadt Nasirijah.

Die Attentäter eröffneten laut einem Vertreter der Sicherheitskräfe zunächst das Feuer auf ein Restaurant an einer Autobahn am Rande von Nasirijah. Anschließend seien sie in einem Wagen zu einem Kontrollposten in der Nähe gefahren, wo sie sich in die Luft sprengten. Laut der Gesundheitsbehörde sind auch mehrere Iraner unter den Opfern.

Die IS-Miliz bekannte sich zu dem Doppelanschlag. Das IS-Propagandaorgan Amaq erklärte, mehrere Selbstmordattentäter hätten im Auftrag der IS-Miliz die Anschläge auf ein Restaurant und einen Kontrollposten bei Nasirijah verübt. Die Attentäter trugen nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Uniform einer schiitischen Miliz.

Die IS-Miliz verübt fast täglich Anschläge im Irak. Zwar hat die sunnitische Extremistengruppe praktisch alle Gebiete verloren, die sie seit 2014 erobert hatte, doch ist sie weiterhin aktiv. Das Doppelattentat vom Donnerstag war der schwerste IS-Anschlag seit dem Verlust ihrer nordirakischen Hochburg Mossul, die Anfang Juli von der Armee zurückerobert worden war.

Die südliche Provinz Si Kar, in der Nasirijah liegt, war bisher von größeren Anschlägen weitgehend verschont geblieben. Zwar ist die IS-Miliz erheblich geschwächt und hat bei den Gefechten in den vergangenen Jahren tausende Kämpfer verloren, doch verfügt sie weiter über hunderte Anhänger, die zu Selbstmordattentaten bereit sind. (afp) 

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