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Belgien Angreifer stirbt nach Machetenattacke

In der belgischen Stadt Charleroi hat ein Mann zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen. Die Beamten werden verletzt, der Angreifer wird niedergeschossen und stirbt im Krankenhaus.

06.08.2016 18:12
Tatort: Viele Polizisten stellen sich vor einer Polizeistation im belgischen Charleroi auf, wo ein Mann zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen haben soll. Foto: AFP

In der belgischen Stadt Charleroi hat ein Mann zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen und verletzt. Wie die Polizei am Samstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilte, rief der Angreifer während der Attacke "Allahu Akbar" ("Gott ist groß"), bevor er angeschossen wurde. Wenig später erlag er demnach seinen Verletzungen. Regierunsgchef Charles Michel hielt einen "terroristischen" Hintergrund für wahrscheinlich.

Eine der beiden Beamtinnen sei mit "tiefen Wunden im Gesicht" in ein Krankenhaus gebracht worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Die Kollegin sei leicht verletzt worden. Beide seien "außer Gefahr", twitterte die Polizei.

Der Angriff ereignete sich demnach vor einer Polizeihauptwache in der Stadt. Laut Polizei traf der Angreifer gegen 16.00 Uhr vor der Wache ein. "Er hat sofort eine Machete aus einer mitgeführten Sporttasche gezogen und heftig auf die Gesichter der beiden Polizistinnen eingeschlagen", die vor der Hauptwache standen, sagte ein Polizeisprecher der Fernsehsender RTL-TVI. Dabei habe er "Allahu Akbar" geschrien. Ein dritter Beamter habe das Feuer auf den Angreifer eröffnet. Der Mann sei im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Charleroi liegt rund 60 Kilometer südlich von Brüssel.

Der Täter sei "noch nicht identifiziert", sagte Regierunsgchef Charles Michel dem Sender RTL-TVI. Es handele sich offenbar "erneut um einen Angriff mit einem terroristischen Bezug". Innenminister Jan Jambon nannte die Tat auf Twitter "schändlich". Ermittlungen seien im Gange.
Bei islamistischen Anschlägen waren im März am Brüsseler Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen.

Seit den islamistischen Anschlägen von Paris am 13. November mit 130 Toten, die wesentlich in Brüssel geplant worden waren, ist Belgien in erhöhter Alarmbereitschaft. Gemessen an der Bevölkerung ist Belgien das Land in der Europäischen Union, aus dem die meisten Dschihadisten nach Syrien gehen, um dort für den IS zu kämpfen. Laut Innenministerium reisten 457 belgische Staatsangehörige nach Syrien und in den Irak aus, um dort zu kämpfen. (afp)

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