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Barcelona Mutter ruft Terror-Verdächtigen zur Aufgabe auf

Die Mutter des Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona fordert ihren Sohn nach einem Medienbericht dazu auf, sich der Polizei zu stellen.

20.08.2017 09:08
Nach Terroranschlag in Barcelona
Gedenken im Zentrum von Barcelona. Foto: dpa

Die Mutter des Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona hat ihren Sohn nach einem Medienbericht zur Aufgabe aufgefordert. Younes Abouyaaquoub solle sich der Polizei stellen, zitierte das Nachrichtenportal des katalanischen Rundfunksenders Televisió de Catalunya i Catalunya Ràdio über Twitter die Frau am Samstagabend.

Der 22-Jährige Marokkaner soll den Lieferwagen in Barcelona gesteuert haben, der im Zentrum von Barcelona in eine Menschenmenge fuhr. 13 Menschen wurden bei der Terrorattacke getötet; ob Abouyaaquoub noch am Leben ist, ist unklar. Er könnte sich inzwischen ins Ausland abgesetzt haben. 

Während einer Versammlung vor dem Rathaus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona distanzierten sich die etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der am Terroranschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in dem Küstenort Cambrils beteiligten mutmaßlichen Terroristen von den Taten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift „Nicht in unserem Namen“.

Imam im Verdacht 

In Ripoll hatten einige der Verdächtige gewohnt. Zudem gedachten die Angehörigen in einer Schweigeminute der 13 Opfer des Anschlags in Barcelona vom Donnerstag sowie des Opfers der mutmaßlich vereitelten Attacke in Cambrils. Fünf Verdächtige waren bei dem Zwischenfall in Cambrils von der Polizei erschossen worden.

Die katalanische Polizei untersucht derzeit nach Berichten verschiedener Medien, ob ein Imam der Kopf der Terrorzelle ist. Eine Cousine des Verdächtigen sagte laut dem katalanischen Rundfunksender, sie vermute genauso wie viele Bewohner von Ripoll, dass der Imam etwas mit der zunehmenden Radikalisierung der jungen Männer zu tun gehabt hatte.

Am Samstagmorgen durchsuchten Beamte seine Wohnung in Ripoll nach DNA-Spuren. Er selbst kam möglicherweise bei der Explosion am Mittwoch in einem Haus in Alcanar etwa 200 Kilometer südlich von Barcelona ums Leben. In dem Haus lagerte die Gruppe von etwa zwölf Männern nach Vermutungen der Polizei Sprengstoff und bereitete ein noch größeres Attentat als das in Barcelona vor. (dpa/fr) 

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