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Afghanistan Mindestens 18 Tote nach Anschlag bei Beerdigung

Drei Tage nach dem Selbstmordattentat auf ein schiitisches Kulturzentrum in Kabul kommt es in Afghanistan erneut zu einem Anschlag. Bei einer Beerdigung detoniert ein Sprengsatz und tötet mindestens 18 Menschen.

31.12.2017 16:20
Belongings of blast victims lie on the ground on the outskirts of Jalalabad
Nach dem Anschlag auf eine Trauerfeier im Osten Afghanistans liegen persönliche Gegenstände der Opfer auf dem Boden. Zu der Tat, bei der mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, bekannte sich zunächst niemand. Foto: rtr

Durch einen Anschlag bei einer Trauerfeier in Afghanistan sind am Sonntag mindestens 18 Menschen getötet worden. Nach Behördenangaben wurden mindestens 13 weitere Menschen verletzt, als ein Sprengsatz am Sonntag bei der Beisetzung eines früheren Gouverneurs des Verwaltungsbezirks Haska Mina im Osten des Landes explodierte.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Der Bezirk liegt in der Provinz Nangarhar, die zu den Hochburgen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehört. Die radikalislamischen Taliban versicherten im Online-Dienst Twitter, dass sie nichts mit der Tat in der Nähe der Provinzhauptstadt Dschalalabad zu tun hätten.

Ursprünglich waren die Behörden von einem Selbstmordanschlag ausgegangen. Später erklärte ein Behördensprecher, dass ein an einem Motorrad befestigter Sprengsatz der Auslöser der Explosion gewesen sei. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten Leichen auf dem Friedhof; entsetzte Trauernde, vor allem ältere Männer, flüchteten von dem Ort der Bluttat.

Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul 41 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS. (afp)

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