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AfD AfD-Politiker posieren mit Terror-Werber in Damaskus

Eine Delegation von AfD-Politikern ist nach Syrien gereist, um zu erreichen, dass Flüchtlinge dorthin abgeschoben werden müssen. Dabei treffen sie höchst umstrittene Personen.

Syrien
„Höhepunkt des Tages“ für die AfD: Treffen mit dem syrischen Großmufti Ahmad Badreddin Hassun. Foto: afp

„Mut zur Wahrheit!“ postet Christian Blex, Landtagsabgeordneter der AfD in Nordrhein-Westfalen, bei Facebook aus Damaskus. Die Bilder zeigen den Politiker und weitere AfD-Abgeordnete auf dem großen Markt und  auf den Straßen der syrischen Hauptstadt. Die Einreise sei unproblematisch verlaufen. Man habe bereits mit Vertretern des syrischen Parlaments gesprochen. „Man sieht kaum Militär. Es gibt für Handys und Fernseher. Normales Alltagsleben“, schreibt Blex.

Die Gruppe mit sieben Abgeordneten besteht neben Blex aus den Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann, Udo Hemmelgarn, Jürgen Pohl und Harald Weyel, dem NRW-Landesverbandssprecher Thomas Röckemann und dem Bezirkssprecher von Münster, Steffen Christ. Die AfD-Leute wollen nach Angaben des Parteisprechers bis zu sieben Tage in Syrien bleiben. Schon am ersten Tag kommt es zu einer Begegnung mit dem Großmufti der Syrisch-Arabischen Republik, Ahmad Hassun, der 2011 damit gedroht hatte, Selbstmordattentäter nach Europa und in die USA zu schicken und 2014 in einem Video zur Unterstützung von Al-Kaida im Irak aufrief. Ein Treffen mit dem ranghöchsten Geistlichen des Landes, das der Abgeordnete Blex als „den Höhepunkt des Tages“ bezeichnet und ihn mit „seiner Exzellenz“ anspricht. Hassun habe „wiederholt von der Notwendigkeit einer strikten Trennung zwischen Staat und den Religionen“ gesprochen, „um ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen zu gewährleisten“.

Treffen mit Terror-Werber offenbar kein Problem

Für die AfD-Politiker ist das Treffen mit einem Großmufti, der mit Terroranschlägen drohte, offenbar kein Problem. In einer Pressemitteilung begründen sie ihre Reise mit den Worten: „Da die mediale Berichterstattung in Deutschland keine vertrauenswürdige Möglichkeit zur Einschätzung der tatsächlichen Situation in Syrien darstellt, ist das Ziel der Reise, sich vor Ort ausführlich über die humanitäre Situation und die Wiederaufbauarbeiten in den von den Terroristen befreiten Gebieten zu erkundigen.“

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