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Abu Bakr al-Bagdadi IS-Anführer al-Bagdadi angeblich tot

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist IS-Chef al-Bagdadi tot. Wie er gestorben sei, ist unklar - das letzte Lebenszeichen liegt Monate zurück.

11.07.2017 16:09
Abu Bakr al-Bagdadi
Ein drei Jahre alter Video-Screenshot von Abu Bakr al-Bagdadi. Foto: dpa

Der Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, ist nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte tot. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dies hätten hochrangige IS-Führer in der syrischen Provinz Deir Essor am Dienstag bestätigt.

Es sei allerdings unklar, wann und wie al-Bagdadi gestorben sei, sagte der Leiter der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle. Die oppositionsnahe Organisation stützt sich auf ein Netz von Aktivisten und Informanten in Syrien. Ihre Angaben können in der Regel von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Allerdings hatte auch Moskau erst kürzlich den Tod von al-Bagdadi verkündet. Das russische Verteidigungsministerium hatte am 22. Juni erklärt, es überprüfe Hinweise, dass al-Bagdadi bei einem russischen Luftangriff nahe der syrischen IS-Hochburg Raka ums Leben gekommen sei.

Al-Bagdadi schon mehrfach tot erklärt

Demnach bombardierte die russische Luftwaffe am 28. Mai ein Treffen von Anführern der IS-Miliz südlich von Raka. Den russischen Angaben zufolge wurden bei dem Angriff auch 30 IS-Kommandeure sowie bis zu 300 Kämpfer getötet, die für die Sicherheit der Kommandeure sorgen sollten. Die US-geführte Koalition konnte die Angaben damals nicht bestätigen. Al-Bagdadi war in der Vergangenheit schon mehrfach für tot erklärt worden.

Die Provinz Deir Essor im Osten Syriens befindet sich derzeit noch größtenteils unter Kontrolle des IS. Al-Bagdadi habe sich in den vergangenen Monaten in östlichen Bezirken der Provinz aufgehalten, sagte Abdel Rahman. Es sei aber unklar, ob der 46-Jährige dort oder an einem anderen Ort getötet worden sei.

Der Iraker hatte 2014 mit der IS-Miliz weite Teile des Iraks und Syriens erobert. Im Juli 2014 war al-Bagdadi im irakischen Mossul das einzige Mal öffentlich aufgetreten. Dabei rief er das „Kalifat” des IS in Teilen des Irak und im benachbarten Syrien aus und forderte Muslime auf, seinen Anweisungen Folge zu leisten.

Letztes Lebenszeichen im November

Al-Bagdadis letztes Lebenszeichen stammt vom vergangenen November, kurz nach Beginn der Offensive der irakischen Regierungstruppen und ihrer Verbündeten auf die nordirakische Stadt Mossul: In einer im Internet verbreiteten Audiobotschaft rief er damals seine Anhänger zum Durchhalten auf. Er selbst soll Mossul Anfang des Jahres verlassen haben.

Die irakische Regierung gab am Montag die vollständige Rückeroberung Mossuls aus den Händen des IS bekannt. „Ich verkünde heute der ganze Welt, dass der legendenumwobene terroristische Staat gescheitert und zusammengebrochen ist”, sagte Regierungschef Haider al-Abadi. Allerdings kontrolliert der IS noch weitere Gebiete im Irak. (afp)

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