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Terror am 11. September 2001 Die 9/11-Weltverschwörung

Die Juden, die US-Regierung, der Geheimdienst, die Illuminaten - wer ist denn nun wirklich für 9/11 verantwortlich? Wir haben einige der irrsten Verschwörungstheorien für Sie zusammengetragen.

World Trade Center
Kontrollierte Sprengung, ganz klar! Foto: rtr

Die US-Regierung war's! Der Geheimdienst ist schuld! Die Juden stecken dahinter! Die Terroranschläge vom 11. September 2001 rufen Verschwörungstheoriker auf den Plan wie kaum ein anderes historisches Ereignis - vielleicht mal abgesehen von der Mondlandung. Wir haben einige der verrücktesten Theorien der sogenannten „Truther“ für Sie zusammengetragen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

9/11 war eine kontrollierte Sprengung

Dass die Zwillingstürme des World Trade Centers nach den Anschlägen so schnell in sich zusammenfielen, spreche für eine kontrollierte Sprengung der Gebäude, sagen jene, die an der offiziellen Version der Ereignisse zweifeln. Diese Theorie ist so beliebt, dass sie sogar in einem Artikel des renommierten Fachmagazins „Europhysics News“ behandelt wurde. Als vermeintlich unwiderlegbaren Beweis führen Verschwörungstheoretiker gerne den Einsturz des WTC 7 ins Feld: Im Gegensatz zu den Zwillingstürmen wurde das deutlich kleinere Hochhaus nicht von einem Flugzeug getroffen, fiel aber am frühen Abend trotzdem in sich zusammen. Dass der Turm von herabstürzenden Trümmerteilen getroffen wurde, reicht den Skeptikern nicht als Begründung für den Einsturz.

Ein beliebtes Argument betrifft die Konstruktion der Türme: Die durch Kerosin verursachten Brände in den Zwillingstürmen seien nicht heiß genug gewesen, um Stahl zum Schmelzen zu bringen. Das behauptet aber auch niemand. Stahl schmilzt bei etwa 1500 Grad Celsius, wird aber schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen instabil. Man denke an einen Schmied, der Stahl so stark erhitzt, dass er ihn in eine bestimmte Form hämmern kann.

Und was ist mit den Explosionswolken, die man auf den Bildern aus den Stockwerken herausschießen sah? Das waren eben keine Zeichen einer kontrollierten Sprengung, sondern eine Mischung aus Staub, Luft und Fensterglas aus dem Gebäude, das durch die fallenden Trümmer nach unten gedrückt wurde. Überhaupt ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass keiner der Angestellten die aufwendigen Vorbereitungen für so eine Sprengung mitbekam, obwohl das World Trade Center praktisch rund um die Uhr besetzt war. Immerhin hätte man dafür Kilometer von Kabel verlegen und tausende von Löchern für die Sprengladungen in die Träger auf allen Stockwerken bohren müssen.

Das Loch im Pentagon ist zu klein

Noch eine beliebte Theorie unter Aluhutträgern: Das Einschlagloch an der Westwand des Pentagon kann nicht von einem Passagierflugzeug, sondern nur von einer Rakete stammen. Auf den ersten Blick ist die Behauptung sogar plausibel, denn das Loch ist kleiner als eine Boeing 757 groß ist.

Physiker halten dagegen, dass sich das Flugzeug beim Eindringen in das Gebäude eher wie eine Flüssigkeit als wie ein fester Körper verhalten habe. Die Flügel, die eigentlich Schaden an dem Gebäude hätten verursachen müssen, rissen beim Aufprall auf einen großen Generator und die Außenfassade ab. Ganz abgesehen davon, dass Augenzeugen das Flugzeug ins Pentagon fliegen sahen und die Überreste toter Passagiere im Pentagon gefunden wurden.

9/11-Insiderhandel an der Börse

Der Terror als Spekulationsobjekt an der Börse? Als gesicherte Information gilt, dass kurz vor den Terroranschlägen auf fallende Kurse für die Aktien der betroffenen Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines gesetzt wurde. Das beflügelt die Fantasie von Verschwörungstheoretikern: Sie vermuten etwa, Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden könnte selbst an der Börse spekuliert und mit dem von ihm befohlenen Terroranschlägen einen beträchtlichen Gewinn gescheffelt haben.

Ein Teil der Geschichte ist allerdings auch, dass American Airlines kurz vor den Anschlägen eine Gewinnwarnung veröffentlichte, was Investoren grundsätzlich zum Verkauf ihrer Anteile bewegt. Und überhaupt: Wie passt die Idee von bin Laden als Börsenspekulant zu der Vermutung der „truther“, für den Anschlag sei nicht al-Kaida, sondern die US-Regierung verantwortlich?

USA werden angegriffen, Bush im Klassenzimmer

Wo wir gerade bei der Idee sind, der Drahtzieher des Anschlags gehöre zur US-Regierung: Als Präsident George W. Bush von den Terroranschlägen am 11. September erfährt, sitzt er gerade in einem Klassenzimmer in Florida und lässt sich von Grundschülern eine Geschichte vorlesen, Fernsehkameras filmen den Auftritt. Seine Miene versteinert sich, als ihm ein Mitarbeiter etwas ins Ohr flüstert. Es vergehen weitere sieben Minuten, die sich in der Rückschau wie eine gefühlte Ewigkeit anfühlen, bis Bush den Klassenraum verlässt. Verschwörungstheoretiker sehen in diesem unaufgeregten Verhalten den ultimativen Beweis dafür, dass Bush die Anschläge selbst anordnete oder zumindest nichts dagegen unternehmen wollte.

Man kann von Bush halten, was man will. Aber als vermeintlicher Masterplaner eines Schwindels von gewaltigem Ausmaß hätte er es wohl hinbekommen, vor den anwesenden Journalisten Überraschung und Entsetzen zu heucheln und hektisch den Raum zu verlassen. In seinen Memoiren wird Bush später schreiben, sein Pressesprecher Ari Fleischer habe ihm während der Schulstunde ein Schild entgegengehalten: „Don’t say anything yet.“ Warum sollte er auch die Kinder beunruhigen, sich die Haare raufen oder wüste Spekulationen anstellen in einem Moment, in dem noch kaum Hintergründe über die Vorgänge bekannt sind?

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