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Terror am 11. September 2001 9/11 und die Folgen

Am 11. September 2001 verübten islamistische Terroristen einen Anschlag auf das World Trade Center in New York City. Alles zum Selbstmordattentat und den Folgen.

One World Trade Center
Das neue One World Trade Center ragt in die Wolken. Foto: Imago

Am 11. September 2001 steuerten Terroristen der islamistischen Organisation al-Kaida zwei entführte Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York City. Etwa 17.400 Menschen befanden sich zu dieser Zeit in den Türmen. Ein weiteres entführtes Flugzeug traf das Pentagon in Arlington, Virginia, eine vierte Maschine stürzte wegen einer Revolte der Passagiere bei Shanksville in Pennsylvania ab. Welches Gebäude dieses Flugzeug treffen sollte, ist bis heute nicht geklärt, als wahrscheinliche Ziele gelten das Weiße Haus und das Kapitol in Washington. Insgesamt starben fast 3000 Menschen bei den Terroranschlägen, die von 19 Flugzeugentführern umgesetzt wurden.

Um 8.46 Uhr Ortszeit rammte Flug AA11 den Nordturm des World Trade Centers. Zunächst glaubte man einen Unfall und forderte die Menschen im Südturm auf, Ruhe zu bewahren. Um 9.03 Uhr traf Flug UA175 den Südturm. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde die Evakuierung des World Trade Centers angeordnet. Um 9:37 Uhr wurde Flug AA77 in das Pentagon gesteuert, um 10:03 Uhr stürzte Flug UA93 bei Shanksville ab. 

Durch den Aufprall der Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers gelangte Kerosin in die Gebäude, schoss durch die Aufzugschächte und verteilte sich großflächig durch brennbare Materialien. Um 9.59 Uhr stürzte der Südturm, um 10.28 der Nordturm ein. Trümmer des Nordturms trafen auch das benachbarte WTC 7, das ebenfalls evakuiert wurde und um 17:20 Uhr einstürzte.

Wenige Minuten, nachdem sich das erste Flugzeug in das World Trade Center gebohrt hat, brechen heftige Diskussionen im Internet aus. Hier finden Sie Auszüge aus einem Forum beim Suchdienst Yahoo, dokumentiert in der FR vom 15.9.2001.

US-Einmarsch in Afghanistan und im Irak

Unter dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush reagierten die USA noch im Jahr der Anschläge mit dem Einmarsch in Afghanistan, um die Terrororganisation al-Kaida zu bekämpfen und die verbündete Taliban-Regierung zu stürzen. Sie hatten die Nato hinter sich, die nach den Anschlägen zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Bündnisfall beschloss. Alles zu den aktuellen Entwicklungen in Afghanistan finden Sie hier.

Die 9/11-Anschläge dienten den USA auch als eine der Begründungen für die Invasion ohne UN-Mandat im Irak 2003, die zum Sturz des Präsidenten Saddam Hussein führte. Die Behauptungen der USA, Hussein besitze Massenvernichtungswaffen und sei in die Anschläge vom 11. September verwickelt, erwiesen sich als falsch.

Die Expansion der Terrororganisation „Islamischer Staat“ im Irak seit 2014 wird mitunter als Folge des völkerrechtlichen umstrittenen Einsatzes der USA in dem Land angesehen. Hier finden Sie unser Dossier zum Irak.

Folter in Guantánamo und Abu Ghuraib

Als Reaktion auf 9/11 bauten die USA im Jahr 2002 einen Marinestützpunkt in der Guantánamo-Bucht auf Kuba zu einem Gefangenenlager um. Davon erhoffte man sich sowohl den Schutz vor Terroristen als auch geheimdienstliche Informationen. Den fast 800 Häftlingen wurden mehrheitlich Verbindung zu al-Kaida oder den Taliban vorgeworfen. Die Haftbedingungen und die Verhör- und Foltermethoden gerieten international in die Kritik, neben Schlaf- und Nahrungsentzug gilt etwa das Waterboarding, das simulierte Ertränken, als Symbol für die unmenschliche Behandlung der Häftlinge.

Unter US-Präsident Barack Obama wurden viele Häftlinge entlassen und keine neuen nach Guantánamo geschickt, eine Schließung scheiterte jedoch am Widerstand der Republikaner im Kongress. Derzeit sollen sich noch etwa 40 Insassen in Guantánamo befinden, unter ihnen auch Chalid Scheich Mohammed, der Chefplaner der 9/11-Anschläge. Obamas Nachfolger Donald Trump kündigte 2018 an, das umstrittene Gefangenenlager offen zu halten. In unserem Dossier zur USA lesen Sie, wohin sich die Vereinigten Staaten unter Trump entwickeln.

Im Jahr 2004 wurden Bilder in den Medien veröffentlicht, die die Folter durch US-amerikanische Soldaten an Häftlingen im irakischen Gefängnis Abu Ghuraib dokumentierten. Ein Bild zeigt etwa eine junge Soldatin, die einen nackten Häftling an einer Leine hält. Auf einem anderen Foto ist ein Inhaftierter mit einer Kapuze auf dem Kopf auf einer Kiste stehend zu sehen, an seinen ausgestreckten Händen sind Elektrokabel befestigt. Bei der systematischen Erniedrigung, Misshandlung und Vergewaltigung der Insassen kam es auch zu mehreren Todesfällen, elf US-Soldaten wurden später zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt.

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