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„Tag der Jugend“ „Wer bezahlt mal unsere Rente?“

Statistiken sind auch ein Signal an die Politik. Einblicke zum Internationalen Tag der Jugend.

Jugendliche Mädchen
3,2 Millionen Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren lebten laut Statistischem Bundesamt Ende 2016 in Deutschland. Das sind 3,8 Prozent der Gesamtbevölkerung – und 470 000 weniger als zehn Jahre zuvor. Foto: istock

Die „heutige Jugend“ ist seit Generationen Gegenstand kritischer Betrachtung durch Ältere. Dabei steht nur eines fest: Die heutige Jugend ist nicht mehr so zahlreich wie die vor zehn Jahren, die Zahl der 14-bis 17-Jährigen hat abgenommen.

Das allein wäre nur begrenzt interessant, und deshalb weist das Statistische Bundesamt, das die Zahlen zum „Tag der Jugend“ präsentiert hat, auf einige Folgen hin. Und zwar nicht in Form gängiger Klagen („Wer bezahlt mal unsere Rente?“), sondern mit einem erfreulich produktiven Ansatz.

„Hoffnungen der Welt ruhen auf ihnen“

„Angesichts des demografischen Wandels kommt der schulischen und beruflichen Qualifizierung der Jugendlichen hohe Bedeutung zu, um frei werdende Arbeitsplätze besetzen zu können“, betonen die Statistiker. Recht haben sie, aber das ist noch nicht alles: Wer auf die Sorgen der Jugendlichen schaut (Terror, soziale Ungerechtigkeit) und auf ihre Wünsche an ein eigenverantwortliches Leben in Sicherheit, der wird schnell erkennen: Die Zahlen sind auch ein Auftrag an die Politik.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Wer will, dass die Jungen „unsere“ Rente bezahlen können, muss „nur“ dafür sorgen, dass sie ausreichend an Produktivität und Profit beteiligt werden, um sich das leisten zu können.

Weltweit leben derzeit 1,8 Milliarden junge Menschen zwischen 10 und 24 Jahren – das sind mehr als je zuvor, wie die Vereinten Nationen (UN) zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August mitteilen. „Die Hoffnungen der Welt ruhen auf ihnen“, betont UN-Generalsekretär António Guterres. 

Doch die Lage junger Menschen verschlechtert sich, mahnen die UN: Jeder zehnte Jugendliche lebt in Konflikt- oder Kriegsgebieten, laut Unesco haben mehr als 260 Millionen keinen Zugang zu Bildung. Politische Instabilität, Arbeitslosigkeit und Ausschluss von politischer Teilhabe führen dazu, dass Jugendliche in vielen Ländern gesellschaftlich immer mehr isoliert und ohne Perspektive seien, so die UN.

Die UN-Vollversammlung hat 1999 den 12. August zum Internationalen Tag der Jugend erklärt. Der Tag soll die zentrale Bedeutung junger Menschen als Motoren von Wandel und Fortschritt betonen und ihre Probleme und Schwierigkeiten ins Bewusstsein rufen.

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