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Syrien Erdogans Dilemma in Idlib

Die Türkei hat keine kohärente Strategie für Syrien. Das rächt sich nun, wenn die Offensive der Regierungstruppen auf Idlib bevorsteht. Eine Analyse.

Syrische Rebellen
Einheiten der syrischen Rebellen bereiten sich in Idlib auf die Offensive der Regierungstruppen vor. Foto: afp

Gegenüber Russland und dem Iran hat sich die selbsternannte nahöstliche Großmacht Türkei ebenso wie im Verhältnis zu den USA an die Wand manövriert. Abgesehen vom Kampf gegen die Kurden geht es Erdogan offenbar nur noch darum, die Grenze dicht zu halten und Afrin zu einem gigantischen Flüchtlingslager zu machen, in das auch möglichst viele Syrer aus der Türkei zurückgeschoben werden. Die Nahost-Medienplattform Al-Monitor zitierte den pensionierten türkischen Brigadegeneral Naim Baburoglu mit den Worten, dass Ankara kaum eine andere Wahl bleibe, als sich dem Druck Russlands und des Irans zu unterwerfen, seine syrischen Verbündeten zu opfern und sich mit dem Assad-Regime zu versöhnen. Dann wäre die Türkei – neben den Menschen, die für Freiheit und Demokratie aufstanden – der große Verlierer in der syrischen Tragödie.

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