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Syrien-Einsatz Merkel lehnt US-Bitte ab

US-Verteidigungsminister Ashton Carter bittet die Bundesregierung um eine weitreichendere Hilfe beim Kampf gegen die Terrormiliz "IS". Kanzlerin Merkel weist solche Forderungen zurück.

14.12.2015 07:26
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht keine Notwendigkeit, das Engagement der Bundeswehr in Syrien neu zu verhandeln. Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Forderungen nach einem stärkeren militärischen Engagement Deutschlands im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Deutschland seinen Teil leistet und dass wir jetzt nicht über neue Fragen sprechen müssen in diesem Zusammenhang in diesen Tagen", sagte Merkel am Sonntagabend in einem ZDF-Interview. Der "Spiegel" hatte berichtet, US-Verteidigungsminister Ashton Carter habe vergangene Woche um weitere Unterstützung der Bundeswehr über den bisher beschlossenen Militäreinsatz hinaus gebeten.

Eine konkrete Wunschliste enthalte der Brief an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen aber nicht. Das Schreiben sei in ähnlicher Form offenbar an mehrere Partner gegangen.

Am Donnerstag waren die ersten deutschen Tornado-Aufklärungsjets und ein Tankflugzeug zum türkischen Stützpunkt Incirlik verlegt worden. Der Tank-Airbus soll von dort aus ab kommender Woche die ersten Einsätze fliegen. Die Tornados werden dagegen erst im Januar zu ersten Aufklärungsmissionen starten. Zudem begleitet eine deutsche Fregatte den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" als Geleitschutz auf dem Weg in den Persischen Golf. (rtr)

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