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Studie AfD-Anhänger folgen Partei beim Rechtsruck

Die Anhänger der AfD sind seit 2014 genauso nach rechts gerückt wie die Partei selbst, zeigt eine Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die AfD bezeichnet die Studie als "lächerlich".

21.11.2016 18:34
Blick auf die Bühne des Landesparteitags der AfD in Baden-Württemberg. Foto: dpa

Die Anhänger der AfD sind nach einer Umfrage im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung seit 2014 genauso nach rechts gerückt wie die Partei selbst. Aus der am Montag veröffentlichten Studie geht hervor, dass inzwischen fast 74 Prozent der AfD-Sympathisanten eine abwertende Haltung zu Asylsuchenden für richtig halten. Vor zwei Jahren waren noch knapp 57 Prozent dieser Meinung. Fremdenfeindlichkeit unterstützen der Umfrage zufolge mittlerweile 46,5 Prozent der AfD-Anhänger (2014: 33,2 Prozent). Zu Muslimfeindlichkeit bekennen sich 43,5 Prozent (2014: 30,2 Prozent).

«Die Daten bestätigen: Jene, die die Ideen der AfD gut finden, sind im Vergleich zu 2014 deutlich nach rechts gerückt», heißt es in der Studie «Gespaltene Mitte, feindselige Zustände» der Stiftung.

AfD-Co-Vorsitzender Jörg Meuthen bezeichnete die Studie als «lächerlich». Er empfehle der Stiftung die Lektüre des Parteiprogramms seiner Partei. «Dann kann sie sich aus erster Hand davon überzeugen, dass wir mit unseren Positionen in der Mitte der Gesellschaft und nicht an ihren Rändern beheimatet sind.» Die Studie beleidige «mehrere Millionen Wähler und Sympathisanten einer 15 Prozent-Partei als rechtsaußen bis rechtsradikal und menschenfeindlich», kritisierte Meuthen. (dpa)

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