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Legida-Demo in Leipzig Legida schrumpft drastisch

Zum dritten Aufmarsch des fremdenfeindlichen "Legida"-Bündnisses kommen deutlich weniger Legida-Anhänger als erwartet. Vor Beginn kommt es zwischen Polizei und Gegendemonstranten zu Rangeleien. Im Vorfeld wurde ein Brandanschlag auf eine Bahnstrecke verübt.

30.01.2015 15:02
Legida-Teilnehmer vor der Oper: In Sichtweise - rechts hinter Absperrungen - stehen die Gegendemonstranten. Foto: dpa

Das Anti-Islam-Bündnis Legida in Leipzig hat bei seiner dritten Kundgebung drastisch an Zulauf eingebüßt. Es konnte am Freitagabend nach Schätzungen der Stadt nur rund 1500 Anhänger mobilisieren - angemeldet waren 15 000 bis 20 000. Rund 5000 Menschen protestierten gegen den Legida-Aufzug. Die Polizei war mit 2000 Kräften im Einsatz, um die Veranstaltungen abzusichern und Ausschreitungen zu vermeiden.

Die Lage sei angespannt, aber man habe sie Situation im Griff, sagte eine Polizeisprecherin. Rund 2000 Polizisten waren im Einsatz, um die Veranstaltungen abzusichern und Auseinandersetzungen zu unterbinden.

Es gab Blockaden am Zugang zur Legida-Kundgebung vor der Oper. Die Polizei räumte diese und stellte die Personalien der Beteiligten fest. Ob es auch Festnahmen gab, war zunächst unklar. Zudem kam es in der Stadt zu einzelnen Rangeleien mit der Polizei. Es seien Farbbeutel auf Einsatzkräfte geworfen worden - aus welchem Lager, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

Zugverkehr massiv gestört

Wie schon in der Vorwoche verübten Unbekannte wieder Brandanschläge auf die Deutsche Bahn. In Naunhof gab es am Nachmittag an der Strecke Leipzig-Meißen ein Feuer, gegen 17.30 Uhr brannte es zudem in der Nähe des S-Bahn-Haltepunktes Markkleeberg Nord. Der Zugverkehr war massiv gestört. Die Bahn versuchte, Reisende mit einem Schienenersatzverkehr zum Ziel zu bringen.

Legida, der als radikal geltende Ableger des Dresdner Pegida-Vereins, marschierte in Leipzig zum dritten Mal auf. In der Vorwoche waren laut Polizei 15 000 Menschen gekommen. Diese Zahl wurde von Wissenschaftlern allerdings als viel zu hoch bewertet. Soziologen der Universität Leipzig kamen auf maximal 5000 Teilnehmer. Die Polizei hatte angekündigt, dieses Mal keine eigenen Zählergebnisse zu veröffentlichen. (dpa)

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