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Niedersachsen-Wahl Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Es wird spannend bei der Landtagswahl: Heute wählen die rund 6,2 Millionen wahlberechtigten Niedersachsen einen neuen Landtag. Meinungsforscher sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Lagern voraus. Das Ergebnis gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die Bundestagswahl 2013.

20.01.2013 09:11
Stephan Weil (SPD) und Ministerpräsident David McAllister (CDU) liefern sich aller Voraussicht nach heute ein knappes Rennen. Foto: REUTERS

Es wird spannend bei der Landtagswahl: Heute wählen die rund 6,2 Millionen wahlberechtigten Niedersachsen einen neuen Landtag. Meinungsforscher sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Lagern voraus. Das Ergebnis gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die Bundestagswahl 2013.

In Niedersachsen hat die Landtagswahl begonnen. Seit 8.00 Uhr können die 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün voraus. Vor allem das Abschneiden der FDP könnte darüber entscheiden, ob Ministerpräsident David McAllister (CDU) seine schwarz-gelbe Koalition fortsetzen kann - oder SPD-Herausforderer Stephan Weil neuer Regierungschef im zweitgrößten deutschen Flächenland wird. Weil ist derzeit noch Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt Hannover.

Was wird aus der FDP?

Die Wahl in Niedersachsen gilt auch als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl. Sollte die FDP nicht mehr in den Landtag kommen, ist die Zukunft von Bundesparteichef Philipp Rösler offen.

Sollte Rot-Grün tatsächlich den Wechsel schaffen, würde sich auch ein neues Machtverhältnis im Bundesrat ergeben, in dem SPD und Grüne dann eine gestalterische Mehrheit in der Länderkammer hätten.

Um die 135 Sitze im Landtag bewerben sich 659 Kandidaten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU 42,5 Prozent Stimmen bekommen und war damit stärkste Kraft geworden. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent und die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte 2008 mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament.

Alle Parteien hoffen diesmal auf eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren: Damals gaben nur 57,1 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, so wenig wie nie zuvor bei einer Landtagswahl in Niedersachsen. (dpa)

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