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Gewaltsame Proteste Arabien US-Polizei verhört Mohammed-Regisseur

Er ist der Mann, der für das umstrittene Video „Die Unschuld der Muslime“ verantwortlich zeichnen soll. Bundesbeamte in den USA befragen den Regisseur des Mohammed-Films, der zahlreiche gewaltsame Proteste in den arabischen Staaten ausgelöst hat..

15.09.2012 12:49
Nakoula Basseley Nakoula wird von der Polizei aus seinem Haus geführt. Foto: rtr

Er ist der Mann, der für das umstrittene Video „Die Unschuld der Muslime“ verantwortlich zeichnen soll. Bundesbeamte in den USA befragen den Regisseur des Mohammed-Films, der zahlreiche gewaltsame Proteste in den arabischen Staaten ausgelöst hat..

Der mutmaßliche Macher des islamfeindlichen Videos, das in der arabischen Welt in den vergangenen Tagen zu heftigen Protesten und Gewalt führte, wird von der US-Polizei vernommen. Nach Angaben örtlicher Medien wurde Nakoula Besseley Nakoula von Polizisten aus seinem Haus im kalifornischen Cerritos abgeholt.

Demnach trug der Mann einen Mantel, einen Hut, einen Schal und eine Brille. Es solle geprüft werden, ob er gegen Gesetze verstoßen habe. Seiner Vernehmung stimmte Nakoula demnach selbst zu.

Koptischer Christ

Nakoula, der als Urheber des Films „Die Unschuld der Muslime“ gilt, ist nach eigenen Angaben ein 55-jähriger koptischer Christ. Am 14. September teilte er mit, die Veröffentlichung des Videos nicht zu bereuen, sich angesichts der Angriffe auf westliche Einrichtungen in der arabischen Welt aber „schuldig“ zu fühlen.

Einem Medienbericht zufolge befand sich Nakoula im Jahr 2009 wegen des Verdachts auf Sozialbetrug im Visier der US-Justiz. Laut einem anderen Medienbericht saß er auch schon ein Jahr im Gefängnis, nachdem Drogen bei ihm gefunden worden waren.

In dem mutmaßlich von Nakoula in den USA produzierten Amateurfilm wird der Prophet Mohammed verunglimpft. Bei einer Kundgebung gegen das Video attackierten Angreifer am Dienstag das US-Konsulat im libyschen Bengasi und töteten den US-Botschafter, drei weitere Diplomaten sowie libysche Sicherheitskräfte.

Demonstranten griffen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die deutsche, die britische und die US-Botschaft an. Bei Protesten in mehreren muslimischen Ländern wurden mindestens sechs Menschen getötet. (afp)

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