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Neue Vorwürfe Benediktiner machen Missbrauchsfälle öffentlich

Ein Bruder der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier hat zugegeben, sich an Jugendlichen vergangen zu haben. Ihm wurde die Ausübung priesterlicher Aufgaben untersagt.

22.05.2011 14:17
Blick auf St. Matthias. Foto: Screenshot

Neue Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche: Ein Bruder der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier hat zugegeben, sich in den 1970er und 1980er Jahren an Jugendlichen vergangen zu haben. Seit dem vergangenen Jahr ging die Abtei den Vorwürfen nach, am Sonntag machte Abt Ignatius Maaß sie öffentlich.
„Das hat sich jetzt hinreichend geklärt, so dass wir darüber informieren wollten“, erklärte der Abt auf Anfrage. Der inzwischen 78 Jahre alte Beschuldigte sei zum Zeitpunkt der Taten als Vikar in der Pfarrseelsorge eingesetzt gewesen. „Er bekennt sich zu seiner Schuld und hat zum Ausdruck gebracht, dass er sein Handeln als inakzeptabel sieht und es im leidtut“, sagte der Abt. Er habe dem Bruder die Ausübung priesterlicher Aufgaben untersagt.

Maaß hatte sich am Sonntag zum Ende des Gottesdienstes in der Abteikirche zu den Vorfällen geäußert. Schriftlich ließ er erklären: „Wir - das sage ich im Namen unserer Gemeinschaft - bedauern zutiefst, dass Jugendliche durch einen Bruder unserer Gemeinschaft Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind.“ Die Vorfälle seien für ihn selbst und die Brüder-Gemeinschaft sehr schmerzhaft, heißt es in der Mitteilung. „Ich bitte und ermutige mögliche weitere Opfer sexuellen Missbrauchs, sich an uns zu wenden.“

Seit über einem Jahr sorgen immer neue Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen, aber auch an dem Reforminternat Odenwaldschule in Hessen für Schlagzeilen. (dpa)

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