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Nordkorea Nordkorea droht mit nuklearer Aufrüstung

Die Hackerattacke zieht weitere Kreise: Die USA wollen mit China zusammenarbeiten, um weitere Cyberangriffe aus Nordkorea zu verhindern. Das Regime von Kim Jong Un droht derweil mit dem Bau weiterer Atomwaffen. Grund ist eine UN-Resolution.

21.12.2014 09:32
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Foto: dpa

Nach der Hackerattacke auf den Filmkonzern Sony haben die USA China um Hilfe bei der Abwehr von Cyberangriffen aus Nordkorea gebeten. Peking sei um "Kooperation" gebeten worden, sagte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. In den Gesprächen sei es zudem um "Informationsaustausch" gegangen. Washington habe seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht.

US-Präsident Barack Obama hatte Nordkorea zuvor mit Konsequenzen gedroht. "Wir werden reagieren", kündigte Obama an. "Wir können bestätigen, dass Nordkorea in diese Attacke verwickelt ist", sagte der Präsident. Zugleich bezeichnete er es als "Fehler", dass Sony die Nordkorea-Satire "The Interview" nach ominösen Terrordrohungen zurückzog.Es dürfe nicht sein, dass "irgendein Diktator an irgendeinem Ort" in den USA eine Zensur durchsetzen könne.

Nordkorea reagiert auf UN-Resolution

Nordkorea hat derweil weiter die Drohkulisse erhöht. Das Land werde seine Bemühungen verstärken, «seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung einschließlich der Atomstreitmacht zu verstärken», wurde am Sonntag auf der Website der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA das Außenministerium in Pjöngjang zitiert.

Die Hackerattacke gilt allerdings nicht als Grund für diese Eskalation: Stattdessen reagiert Nordkorea auf eine am Donnerstag verabschiedete Resolution der UN-Vollversammlung, in der «systematische, weitverbreitete und grobe Verletzungen der Menschenrechte» in dem Land verurteilt werden. Das Gremium rief den UN-Sicherheitsrat auf, Nordkorea eventuell vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen. Die Nordkorea-Verbündeten China und Russland, die beide ein Vetorecht im Rat haben, stehen dem Schritt allerdings ablehnend gegenüber.

Nordkorea unterstellte den USA erneut, Drahtzieher der UN-Resolution zu sein. Das sei der «klarste Ausdruck der feindseligen US-Politik», hieß es. Nordkorea hatte angesichts der jüngsten Vorwürfe bereits im November mit einem weiteren Atomtest gedroht. (dpa/afp/zys)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Nordkorea
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