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Korea-Konflikt Anonymous nimmt Nordkorea ins Visier

Das Hacker-Kollektiv Anonymous fordert Kim Jong Un zum Rücktritt auf und droht Nordkorea mit mit massiven Angriffen - 15.000 Daten einer Propaganda-Website habe man schon erbeutet. Der Twitter-Account der Website und eine Flickr-Seite sind bereits in der Hand von Anonymous.

Die Guy-Fawkes-Maske ist zum Markenzeichen von Anonymous geworden. Foto: AFP

Das Hacker-Kollektiv Anonymous fordert Kim Jong Un zum Rücktritt auf und droht Nordkorea mit mit massiven Angriffen - 15.000 Daten einer Propaganda-Website habe man schon erbeutet. Der Twitter-Account der Website und eine Flickr-Seite sind bereits in der Hand von Anonymous.

Seit Wochen sorgt Nordkorea mit neuen Drohungen gegenüber den USA für Aufsehen, gerade erst erklärte der Generalstab, ein Atomangriff auf die USA sei endgültig bewilligt. Seit einigen Tagen hat das Regime auch die Aufmerksamkeit des Hacker-Kollektivs Anonymous auf sich gezogen.

In einer ersten Nachricht forderten die Hacker die Regierung Nordkoreas auf, den Bau von Atomwaffen zu beenden und künftig auch nicht mehr mit Atomwaffen zu drohen. Außerdem solle Kim Jong Un zurücktreten, es sei "an der Zeit, eine freie direkt Demokratie in Nordkorea zu installieren". Ein unzensierter Zugang zum Internet für alle Bürger des Landes steht ebenfalls auf der Liste der Forderungen.

Anonymous droht mit massiven Angriffen

Um ihre Forderungen zu unterstützen, drohen die Aktivisten der nordkoreanischen Regierung: "Wir sind in eurem lokalen Intranet, in euren Mailservern und auf euren Webservern", behaupten sie. Daten von über 15.000 Accounts einer nordkoreanischen Propaganda-Website wollen die Hacker bereits erbeutet haben. "Erst werden wir eure Daten löschen, dann löschen wir eure Regierung", formulieren die Anonymous-Aktivisten in ihrer Nachricht.

Während noch unklar ist, ob Anonymous tatsächlich die Daten der Propaganda-Website erbeutet hat, ist eines ganz deutlich zu erkennen: Der Twitter-Account der Propaganda-Website, @uriminzok, wurde gehackt. Auf dem neuen Profilbild ist ein tanzendes Paar mit Guy-Fawkes-Masken zu sehen. Auch der Flickr-Account des Landes wurde offensichtlich von Anonymous übernommen: dort wurde ebenfalls das tanzende Anonymous-Paar hochgeladen, außerdem ist dort eine Art Steckbrief zu sehen, auf dem Kim Jong Un mit Schweineohren und -nase abgebildet ist. "Wanted: Kim Jong Un" steht darauf, darunter sind seine Untaten aufgelistet: "bedroht den Weltfrieden", "verschwendet Geld, während die Bevölkerung verhungert", "Konzentrationslager und die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen der Welt".

Bevölkerung soll die Regierung stürzen

Der Bevölkerung Nordkoreas empfehlen Anonymous in ihren Botschaften, aufzustehen und die eigene repressive Regierung zu stürzen. "Wir stehen hinter euch [...] Ihr seid nicht allein."

Man habe "ein paar Leute vor Ort", die es geschafft hätten, "das richtige, freie, unzensierte Internet" zu den Nordkoreanern zu bringen, erläutert das Anonymous-Kollektiv in einer zweiten Mitteilung. Der Twitter-Account von Anonymous Korea hat schon vor Tagen ein Datum in den Raum gestellt, an dem es mit der "OpFreeKorea" weitergehen soll: am 19. April.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Nordkorea

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