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Iran und Israel Netanjahu: Atom-Einigung gefährdet Israel

Israel hat die Einigung im Atomstreit mit dem Iran scharf kritisiert. Die Existenz Israels sei dadurch in Gefahr, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einer Mitteilung zufolge nach einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama.

03.04.2015 10:08
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr. Foto: dpa

Die Beschlüsse legitimierten das iranische Atomprogramm und würden zu mehr Aggression im Nahen Osten führen. Letztlich werde ein "schrecklicher Krieg" wahrscheinlicher.

Netanjahu will das Thema am Freitag mit seinen Sicherheitsexperten erörtern. In der Vergangenheit hatte der jüdische Staat immer wieder betont, notfalls auch im Alleingang zu handeln, um zu verhindern, dass der verfeindete Iran eine Atombombe baut. "Die militärische Option war immer auf dem Tisch", sagte der für Militärplanungen zuständige General Nimrod Sheffer der Zeitung "Hayom". Dies habe sich nicht geändert.

In dem seit zwölf Jahren schwelenden Konflikt gibt es einen Durchbruch. Im schweizerischen Lausanne einigten sich die Unterhändler der fünf Veto-Mächte, Deutschlands und des Iran am Donnerstagabend auf Eckpunkte für eine Beschränkung des iranischen Atomprogramms. Im Gegenzug wollten die USA und die EU die Sanktionen gegen sein Land nach einer abschließenden Einigung ruhen lassen, kündigte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif an.

Obama sprach von einer historischen Einigung. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, einer endgültigen Vereinbarung mit dem Iran sei man so nah wie nie. Ein umfassendes Abkommen wollen die Staaten bis zum 30. Juni aushandeln. (Reuters)

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