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1964 Mississippi Burning

Drei junge Bürgerrechtler verschwanden am 21. Juni 1964 in der Nähe des Ortes Philadelphia im US-Bundesstaat Mississippi. Zwei Tage später fand die Polizei

25.07.2008 00:07
Neuer Golf kommt im Oktober
Der ausgebrannte Wagen der drei ermordeten Bürgerrechtler. Foto: rtr

Drei junge Bürgerrechtler verschwanden am 21. Juni 1964 in der Nähe des Ortes Philadelphia im US-Bundesstaat Mississippi. Zwei Tage später fand die Polizei den ausgebrannten Wagen der drei, der Fall wurde deshalb unter dem Namen "Miburn" für "Mississippi Burning" geführt. Von den Bürgerrechtlern fehlte aber zunächst jede Spur.

Auf Druck von Präsident Lyndon B. Johnson verstärkte das FBI seine Untersuchungen und eröffnete im Bundesstaat Mississippi eine Dependance. Aufgrund eines anonymen Tipps entdeckte die Bundespolizei sechs Wochen nach dem Mord die drei Leichen, die in einem Erddamm in der Nähe von Philadelphia verscharrt worden waren.

Erst drei Jahre später wurden sieben der 18 Angeklagten - darunter der Sheriff des Bezirks und Ku-Klux-Klan-Mitglieder - zu Haftstrafen verurteilt, und auch das nur wegen wegen Verschwörung. Der Richter, ein Rassist, kommentierte sein mildes Urteil so: "Sie haben einen Nigger, einen Juden und einen Weißen getötet und bekommen, was sie verdient haben."

Der Staat Mississippi rollte 1999 den Fall wieder auf. Aufgrund neuer Beweise, die vor allem auch ein örtlicher Journalist recherchiert hatte, wurde der Hobbyprediger Edgar Ray Killen, der schon 1967 angeklagt, aber straffrei geblieben war, 2005 wegen Totschlags verurteilt.

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