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Spionage-Affäre Berlin will US-Agenten überwachen

Die deutsche Spionageabwehr soll künftig auch Mitarbeiter befreundeter Geheimdienste überwachen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Amerikanische und britische Agenten dürfen demnach auf deutschem Boden observiert werden.

23.07.2014 20:42
Die US-Flagge weht in Berlin vor der Fassade der Botschaft der Vereinigten Staaten. Foto: dpa

Die deutsche Spionageabwehr soll nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) künftig auch Mitarbeiter befreundeter Geheimdienste überwachen. Darauf hätten sich Kanzleramt, Innen- und Außenministerium geeinigt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf gemeinsame Recherchen mit NDR und WDR.

Der sogenannte 360-Grad-Blick soll es erlauben, auch amerikanische und britische Agenten auf deutschem Boden im Blick zu behalten. Bisher richtete sich das Interesse des Verfassungsschutzes vor allem gegen Russen, Chinesen und Iraner. In den vergangenen Wochen hatte es zwischen Union und SPD unterschiedliche Einschätzungen gegeben, ob der Aufklärungsauftrag deutscher Dienste auf das befreundete Ausland ausgedehnt werden soll.

Nach der seit einem Jahr schwelenden NSA-Spionageaffäre mit dem vom US-Geheimdienst abgehörten Mobiltelefon von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) waren kürzlich zwei Fälle mutmaßlicher US-Spionage im Bundesnachrichtendienst und im Verteidigungsministerium aufgeflogen. Der höchste CIA-Repräsentant in Berlin hat das Land inzwischen auf Druck der Bundesregierung verlassen. (dpa)

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