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"Bahamas-Koalition" Opposition warnt Merkel vor Zusammenarbeit mit AfD

SPD, Grüne und Linke fordern von der Kanzlerin ein klares Bekenntnis gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD. Auch wenn es aus der Unionsfraktion heißt, eine Zusammenarbeit sei "völlig undenkbar": Linke-Vorsitzender Bernd Riexinger hält die "Bahamas-Koalition" nicht für ausgeschlossen.

11.09.2013 16:10
Ein Bündnis mit der "Alternative für Deutschland"? Davor warnen die Oppositionsparteien Kanzlerin Merkel. Foto: dpa

SPD, Grüne und Linke fordern von der Kanzlerin ein klares Bekenntnis gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD. Auch wenn es aus der Unionsfraktion heißt, eine Zusammenarbeit sei "völlig undenkbar": Linke-Vorsitzender Bernd Riexinger hält die "Bahamas-Koalition" nicht für ausgeschlossen.

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl warnen die Oppositionsparteien Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem Bündnis mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD). SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte am Mittwoch, Merkel müsse eine Zusammenarbeit mit der AfD eindeutig ausschließen. Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin warf der Kanzlerin vor, keine Antwort darauf zu geben, ob sie sich von der AfD tolerieren lassen würde.

Zuvor hatte AfD-Parteichef Bernd Lucke eine Kooperation mit der Union für möglich erklärt. Die neue Partei steht bei Umfragen zwischen drei und vier Prozent, manche Beobachter trauen ihr den Einzug in den Bundestag zu. „Keiner weiß, ob die Bahamas-Koalition vor der Tür steht“, sagte Trittin der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Wegen der Parteifarben schwarz, gelb und blau (AfD) wird ein Bündnis von Union und FDP mit den Euroskeptikern nach der Nationalflagge der Bahamas benannt.

Zusammenarbeit mit der AfD "völlig undenkbar"

Im ARD-“Morgenmagazin“ sagte Lucke, die AfD sei bereit, mit jeder demokratischen Partei zusammenzuarbeiten, wenn sie sich grundlegend von der Euro-Rettungspolitik abwende. Dies lehnt die CDU/CSU ab. Lucke meinte aber: „Ich denke, die CDU ist nicht unbedingt die Partei, bei der man sagen kann, dass die Wahlversprechen sonderlich verlässlich sind.“

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Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, die Kanzlerin führe ihren Wahlkampf „mit der Absicht, die erfolgreiche christlich-liberale Koalition fortzusetzen. Punkt.“ Unions- Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte dem „Darmstädter Echo“ (Mittwoch), die AfD sei „eine Gruppierung, die nur ein Thema hat, und zu anderen Fragen nichts zu sagen hat“. Beim Euro sei sie auf einem gefährlichen Irrweg. Aus der Unionsfraktion hieß es am Mittwoch, eine Zusammenarbeit mit der AfD sei „völlig undenkbar“.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hält eine Koalition zwischen Union, FDP und der AfD aber nicht für ausgeschlossen. „Schwarz-Gelb-Blau ist eine reale Möglichkeit“, sagte Riexinger „Handelsblatt Online“. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik passe kein Blatt zwischen Schwarz-Gelb und die AfD. „Wer Lucke wählt, landet mit Merkel auf den Bahamas“, sagte er. (dpa)

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