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Skripal-Affäre USA kritisieren russische Reaktion als „nicht gerechtfertigt“

Die USA verurteilen die Ausweisung ihres diplomatischen Personals aus Russland im Zuge der Skripal-Affäre. „Wir behalten uns das Recht auf eine Antwort vor“, heißt es aus dem Außenministerium.

29.03.2018 22:20

Die USA haben die angekündigte Ausweisung ihres diplomatischen Personals aus Russland als „nicht gerechtfertigt“ kritisiert. „Wir lesen das, wir bewerten das und wir behalten uns das Recht auf eine Antwort vor“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Donnerstag in Washington.

„Es gibt keine Rechtfertigung für diese Antwort“, sagte Nauert in Bezug auf den russischen Schritt, der der Ausweisung von 60 Russen aus den USA folgt, die angeblich für russische Geheimdienste gearbeitet haben. Es sei deshalb nicht angemessen, US-Diplomaten im Gegenzug auszuweisen.

Moskau verfügte am Donnerstag, dass allein aus den USA 60 Diplomaten binnen einer Woche Russland verlassen müssen; zudem wird das amerikanische Generalkonsulat in St. Petersburg geschlossen.

Hintergrund des diplomatischen Streits ist der Giftangriff Anfang März auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia in Südengland. Dazu sagte Nauert: „Russland isoliert sich mit diesem dreisten Chemieanschlag.“ Es gebe keinen Zweifel an der Täterschaft Russlands. Beweise hierfür wurden öffentlich jedoch bisher nicht vorgelegt.

Die russischen Handlungen vom Donnerstag deuteten darauf hin, dass Moskau gegenwärtig nichts an einer Verbesserung der Beziehungen gelegen sei, sagte Nauert. Sie warf Russland zudem vor, die Regierung von Baschar al-Assad in Syrien zu unterstützen und so die Kämpfe in dem Bürgerkriegsland zu verlängern. (dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Russland

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