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Sicherheitsfirma Der Staatstrojaner kann noch mehr

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky hat eine neue Version des Staatstrojaners analysiert. Diese Spionage-Software, die auch 64-Bit-Systeme unterstütze, enthalte 15 Anwendungen, die unter anderem auch Chat-Programme überwachen könnten.

19.10.2011 10:45
Staatstrojaner
Dirk Engling vom Chaos Computer Club zeigt auf seinen Rechner die Oberfläche zur Steuerung des Staatstrojaners. Foto: AFP

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky hat eine neue Version des Staatstrojaners analysiert. Diese Spionage-Software, die auch 64-Bit-Systeme unterstütze, enthalte 15 Anwendungen, die unter anderem auch Chat-Programme überwachen könnten.

Experten der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky haben nach eigenen Angaben eine weitere Komponente der staatlichen Spähsoftware analysiert, die vom Chaos Computer Club (CCC) an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Dabei stießen sie auf eine neue Version des Trojaners, wie der Kaspersky-Experte Tillmann Werner in einem Blogbeitrag mitteilte.

Diese neue Form des Staatstrojaners unterstützt demnach nicht nur die gängige 32-Bit-Ausführung von Windows, sondern auch das neuere 64-Bit-System. Außerdem sei die Liste der Programme, die Ermittler auf dem Rechner von verdächtigen Personen überwachen wollen, mit 15 Anwendungen länger als bisher.

Überwacht werden demnach neben dem Datei-Manager von Windows, dem Browser Firefox und und Telefon-Software Skype auch weitere Anwendungen fürs Telefonieren im Internet (Voice over IP) sowie Chat-Programme. Die Spähsoftware besteht aus fünf Dateien, die in einem Installationsprogramm enthalten sind, das eine weitere Sicherheitssoftwarefirma, F-Secure, gefunden hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat der Überwachung von Computern enge rechtliche Grenzen gesetzt. Die Online-Durchsuchung eines Rechners ist nach einem Urteil aus dem Jahr 2008 nur bei konkreter Gefahr für hochrangige Rechtsgüter zulässig.

Für das Abhören von Internet-Telefonaten gelten aber die weniger strengen Regeln der tausendfach praktizierten Telefonüberwachung - solange es allein dabei bleibt. (dpa)

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