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Sicherheitsbedenken Türkische Behörden verbieten Gay-Pride-Parade

Einen Tag vor der geplanten Gay-Pride-Parade in Istanbul haben türkische Behörden die Demo verboten. Die Organisatoren wollen das nicht hinnehmen. Schon 2015 und 2016 war die Parade verboten worden.

24.06.2017 16:37
Gay Pride Parade in Istanbul
Die Istanbuler Provinzbehörde hat die für Sonntag am berühmten Taksim-Platz angekündigte Gay-Pride-Parade verboten. Foto: dpa

Mit dem Verweis auf Sicherheitsbedenken hat die Istanbuler Stadtverwaltung die für Sonntag geplante Gay-Pride-Parade verboten.

Die Behörde teilte am Samstag mit, die Demonstration für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) könne nicht stattfinden, da sie "die Sicherheit von Touristen und die öffentliche Ordnung" gefährde.

Organisatoren wollen sich trotzdem versammeln

In den sozialen Netzwerken habe es zudem „sehr ernstzunehmende Reaktionen“ auf den angekündigten traditionellen „Marsch des Stolzes“ gegeben, hieß es. Vor einem Jahr war die Parade ebenfalls wegen Sicherheitsbedenken untersagt worden.

Die Organisatoren der Parade erklärten, sich trotz des Verbots im Zentrum der Stadt versammeln zu wollen. Der Taksim-Platz solle aber gemieden werden. Auf dem zentralen Platz im europäischen Teil der türkischen Metropole war es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen.

Bereits 2015 und 2016 verboten

Die Parade zum Abschluss der Istanbuler „Pride Week“ findet seit mehr als zehn Jahren statt und wurde 2015 erstmals verboten. Damals verwies der Gouverneur der Stadt auf den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan. Dennoch gingen Tausende auf die Straße.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die friedlichen Demonstranten ein. In diesem Jahr fällt der Termin der Parade mit dem Ausklang des Ramadans zusammen.

Die Türkei gehört zu den wenigen Ländern in der Region, in denen Homosexualität nicht verboten ist. Teile der mehrheitlich muslimischen Gesellschaft sind aber sehr konservativ. (dpa/afp)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Türkei

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