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Schlichtung zu Stuttgart 21 beginnt Faktencheck im Rathaus

Ab heute bis Ende November wollen Gegner und Befürworter des Bahnprojektes Stuttgart 21 nun mindestens einmal wöchentlich Argumente austauschen. Heiner Geißler bringt die Streitparteien zusammen. Die TV-Sender Phoenix und SWR übertragen die Schlichtung live.

22.10.2010 10:00
Gabriele Renz
Heiner Geißler bringt Projektgegner und -befürworter zusammen. Foto: dpa

Gegner und Befürworter des Bahnprojektes Stuttgart 21 sind sich einig: Sie wollen durchhalten beim „Faktencheck“, der nicht nur aus Sicht von Schlichter Heiner Geißler eine ganz große Sache ist. Sein vom Wort vom institutionalisierten „Prototypen“, der zwischen repräsentativer Demokratie und Zivilgesellschaft versöhne, hat inzwischen die Runde gemacht.

Ab heute bis Ende November wollen Gegner und Befürworter nun mindestens einmal wöchentlich Argumente austauschen. Wie CDU-Veteran Geißler am Donnerstag mitteilte, werden für die Befürworter Ministerpräsident Stefan Mappus, Verkehrsministerin Tanja Gönner, Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (alle CDU), Bahnvorstand Volker Kefer, der Ministerialdirektor im Verkehrsministerium, Bernhard Bauer, der Vorsitzende der Region Stuttgart, Thomas Bopp, und der Pfarrer Johannes Bräuchle von der Initiative Pro „Stuttgart 21“ teilnehmen.

Die Projektgegner werden durch die Grünen-Politiker Boris Palmer und Werner Wölfle, den Stuttgarter Stadtrat Hannes Rockenbauch, die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, den Architekten Peter Conradi, den Sprecher der Initiative „Leben in Stuttgart – kein Stuttgart 21“, Gangolf Stocker, und Klaus Arnoldi vom Verkehrsclub Deutschland vertreten. Das erste Schlichtungsgespräch im Stuttgarter Rathaus soll sich mit der Leistungsfähigkeit des Bahnknotens Stuttgart 21 und der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm befassen.

Der TV-Sender Phoenix überträgt ab 10 Uhr. Live ist die Schlichtung auch beim Südwestrundfunk (SWR) sowie im Internet zu sehen. Unterdessen ergab eine Stern-Umfrage, dass 53 Prozent der Deutschen für den Stopp der Bauarbeiten in Stuttgart sind. 33 Prozent der Bürger finden, die Arbeiten sollten wie geplant fortgesetzt werden.

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