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Schleswig-Holstein SPD-Politiker fordern Rücktritt von Stegner

Nach der Wahlniederlage in Schleswig-Holstein legen SPD-Funktionäre Ralf Stegner den Rücktritt nahe. In einem offenen Brief kritisieren sie den Vorsitzenden der Landespartei.

Rücktritt gefordert
SPD-Politiker Ralf Stegner: Immer auf Angriff. Foto: Christian Charisius (dpa)

Wer geht freiwillig? Wer muss gehen? Wer darf bleiben? Drei Fragen, die sich nach Wahlniederlagen stellen. Der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, ist parteiintern unter Druck geraten. In einem offenen Brief haben Parteifunktionäre aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden den Rücktritt nahegelegt – und das recht unverhohlen.

Die Unterzeichner des Briefs loben zunächst Ministerpräsident Torsten Albig, der bereits seinen Rückzug verkündet hat. „Er beweist damit Haltung“, schreiben sie. Dasselbe gelte für Hannelore Kraft, die nach der Niederlage in Nordrhein-Westfalen als Landesvorsitzende ihrer Partei zurückgetreten ist.

„Wir bedauern, dass der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und unser Landesvorsitzender Ralf Stegner dieses Verantwortungsbewusstsein als maßgeblich Verantwortlicher für die Kampagne und das Programm vermissen lässt“, schreiben sie. Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende ist ein kluger Kopf, einer der profiliertesten seiner Partei. Gleichzeitig halten viele seine Form des Auftritts für zu einseitig. Wer wie Stegner immer auf Angriff setze, könne die Mitte nicht gewinnen, meinen Kritiker.

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