Lade Inhalte...

Russische Präsidentenwahl Ukraine verbietet im Land lebenden Russen Stimmabgabe

Am Sonntag wählt Russland seinen Präsidenten. In der Ukraine lebende Russen dürfen nicht teilnehmen. Die Regierung in Kiew reagiert damit auf die Krise um die Annexion der Krim.

16.03.2018 17:22
Nationalisten in der Ukraine
Ukrainische Nationalisten bei einem Protest in einem russischen Kulturzentrum im Februar. Foto: imago

Die ukrainische Regierung will die in ihrem Land lebenden Russen von der Stimmabgabe bei der russischen Präsidentschaftswahl abhalten. Die Polizei werde den russischen Staatsbürgern den Zugang zu den russischen Konsulaten in Kiew, Charkiw, Odessa und Lwiw verwehren, kündigte Innenminister Arsen Awakow am Freitag auf Facebook an. Dafür würden am Sonntag entsprechende „Sicherheitsmaßnahmen“ um die diplomatischen Vertretungen ergriffen.

Nach Angaben des Ministers reagiert die Ukraine damit auf die „illegale Abhaltung“ der russischen Präsidentschaftswahl auf der annektierten Halbinsel Krim. Russland hatte die ukrainische Halbinsel vor vier Jahren besetzt und dem eigenen Staatsgebiet angegliedert. Die Bürger der Krim sollen am Sonntag erstmals an der russischen Präsidentschaftswahl teilnehmen dürfen.

Dies verstoße gegen die Gesetze der Ukraine, erklärte Innenminister Awakow. Er warf Russland vor, einen „Aggressionskrieg gegen die Ukraine“ zu führen. Die Ukraine betrachtet die Krim nach wie vor als Teil des eigenen Staatsgebiets. (afp)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen