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Rotes Meer Katar will in Hafen im Sudan investieren

Bis zu umgerechnet 3,7 Milliarden Euro will Katar in den Ausbau eines sudanesischen Hafens am Roten Meer investieren. Er liegt strategisch günstig für den Golfstaat.

27.03.2018 15:19
Hafen im Sudan
Katar will an der Küste des Sudan ordentlich investieren. Foto: rtr

Katar will bis zu vier Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) in den Ausbau eines strategisch bedeutenden Hafens am Roten Meer im Sudan investieren. Das erklärte der sudanesische Informationsminister Ahmed Mohammed Osman am Dienstag. Der Frachthafen im östlichen Ort Suakin am Roten Meer - einer der wichtigsten Schiffpassagen der Welt - soll in drei Phasen bis 2020 ausgebaut werden. Der Sudan soll demnach 51 Prozent der Anteile halten, der Rest geht an das am Persischen Golf liegenden Emirat.

Die öl- und gasreiche Monarchie Katar würde sich damit Zugang zu einem Hafen sichern, der gegenüber der Küste Saudi-Arabiens und auf der Schifffahrtsroute zum ägyptischen Suez-Kanal liegt. Saudi-Arabien hat im vergangenen Jahr wegen Katars politischer Nähe zum Iran und angeblicher Unterstützung von Terrorismus eine Blockade des Emirates initiiert. Dem Vorgehen schloss sich auch Ägypten an.

Der Sudan hat für eine Suakin vorgelagerte Insel bereits eine Kooperation mit der Türkei vereinbart, was zu Spekulationen über einen möglichen türkischen Militärstützpunkt am Roten Meer führte. Die Türkei bestritt dies und erklärte, es gehe nur um die Renovierung ottomanischer Ruinen dort. Inwiefern das Abkommen mit Katar das Projekt mit der Türkei beeinflussen würde, blieb zunächst unklar. (dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Sudan

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