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Verfassungsschutz-Chef AfD-Chef Gauland berichtet von drei Gesprächen mit Maaßen

Gauland hat nach eigenen Angaben dreimal Kontakt mit Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen gehabt. Maaßen habe ihn um die Unterhaltung gebeten.

11.09.2018 11:03
Verfassungsschutzpräsident Maaßen
Hans-Georg Maaßen ist Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV). Foto: Michael Kappeler

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat mit Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen nach eigener Darstellung dreimal Kontakt gehabt. Gauland berichtete am Dienstag in Berlin, Maaßen habe ihn bei einem Empfang gefragt, „ob wir uns mal unterhalten könnten“. Daraufhin sei es im vergangenen Januar zu einem kurzen Gespräch gekommen, bei dem es „nur allgemeine Sicherheitseinschätzungen“ gegeben habe.

Gauland betonte: „Er hat natürlich in keiner Weise uns irgendwelche Ratschläge gegeben.“ Maaßen habe ihm aber angeboten, sich an ihn zu wenden, falls es Probleme geben sollte. Dies habe er auch getan, als der Verdacht aufgetaucht sei, in der AfD-Bundestagsfraktion könne es einen „Einflussagenten der Russen“ geben. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) habe sich der Frage angenommen und ihm dann gut zwei Wochen später Entwarnung gegeben.

Kritik an Maaßen wegen AfD-Kontakten

Maaßen war wegen Kontakten zu AfD-Politikern in die Kritik geraten, die durch ein Enthüllungsbuch über die Partei öffentlich geworden waren. Der Chef des Inlandsgeheimdienstes steht aktuell wegen Äußerungen zu rassistischen Übergriffen in Chemnitz unter Druck.

Maaßen hatte „Bild“ Ende vergangener Woche gesagt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten. Es lägen auch keine Belege dafür vor, dass ein im Internet kursierendes Video zu einer angeblichen Hetzjagd authentisch sei. In einem Bericht an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) soll er seine Aussagen zur Echtheit des Videos nach Medienberichten inzwischen relativiert haben.
Gauland sagte: „Ich hoffe nur, dass – wenn der Bericht Seehofer zufrieden stellt – er auch das Rückgrat hat, ihn zu verteidigen.“ (dpa)

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