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NSU-Prozess Gerichtliche Charme-Offensive

Das Gericht hat ein Nachsehen mit Journalisten, die über den NSU-Prozess berichten, und verbessert die Arbeitsbedingungen. So wird ein Kaffeeautomat in der Sicherheitszone aufgestellt - und es soll ausreichend Stühle geben.

22.05.2013 13:46
Das Gericht will bessere Arbeitsbedingungen für Journalisten schaffen. Foto: REUTERS

Das Oberlandesgericht München reagiert auf die Kritik an den Arbeitsbedingungen für Journalisten im NSU-Prozess. Wie das Gericht am Mittwoch bekanntgab, wird die Lüftungsanlage im Gerichtssaal verstärkt. An den bisherigen Verhandlungstagen war es auf der Empore, wo Zuschauer und Journalisten sitzen, warm und stickig geworden.

Zudem sollen im „Sicherheitsbereich“ vor dem Saal Tische und Stühle aufgestellt werden. Bislang hatten sich Journalisten teilweise auf den Boden setzen müssen, um ihre Artikel zu schreiben - denn auch in Sitzungspausen dürfen sie den „Sicherheitsbereich“ nicht verlassen, ohne ihren Platz im Gerichtssaal zu riskieren.

Kaffeeautomat im Sicherheitsbereich

„Für alle Beteiligten wird das ein anstrengendes Verfahren“, sagte Gerichtspräsident Karl Huber der Nachrichtenagentur dpa. „Wir bemühen uns deshalb, für alle möglichst gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.“ Höhepunkt der gerichtlichen Charmeoffensive: Neben dem Wasserspender wird auch ein Kaffeeautomat im „Sicherheitsbereich“ aufgestellt.

Der Prozess wegen der Terroranschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) soll am 4. Juni fortgesetzt werden. (dpa)

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