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Ku-Klux-Klan Verfassungsschutz verrät Dienstgeheimnis

Die Verwicklung von Sicherheitsbehörden und dem Ku-Klux-Klan ist größer, als gedacht. So soll ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes den Leiter des Ku-Klux-Klan in Schwäbisch Hall darüber informiert haben, dass sein Telefon abgehört wird.

17.10.2012 13:34
Mitglieder der "Rebel Brigade Knights" des Ku-Klux-Klan bei einer Zeremonie des Ku-Klux-Klan in Martinsville, Virginia. Foto: dpa

Die Verwicklung baden-württembergischer Sicherheitsbehörden mit dem rassistischen Ku-Klux-Klan (KKK) haben eine größere Dimensionen als bisher angenommen. Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes habe den Leiter des KKK in Schwäbisch Hall darüber informiert, dass dessen Telefongespräche abgehört würden, berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“ am Mittwoch. Informierte Kreise bestätigten diese Angaben der Nachrichtenagentur dpa.

Innenminister Reinhold Gall (SPD) will an diesem Mittwoch den geheim tagenden Innenausschuss des Landtags informieren. Im Sommer war bekanntgeworden, dass zwei baden-württembergische Polizisten vor zehn Jahren Mitglieder einer KKK-Sektion mit Sitz in Schwäbisch Hall waren. Die Ermittlungen rund um den Mord an ihrer Kollegin Michele Kiesewetter aus dem Jahr 2007 hatten die dubiose Nähe der beiden Polizisten aus Böblingen zu dem rassistischen Geheimbund aufgedeckt. (dpa)

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