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Innenminister Friedrich Über 100 Neonazis leben im Untergrund

Nach der Enttarnung der Neonazi-Zelle NSU leben laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) noch zahlreiche gefährliche Rechtsextremisten im Untergrund. Das Bundeskriminalamt geht von einer Zahl von 110 Untergetauchten aus

20.10.2012 11:37
Laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) leben noch mehr als 100 Rechtsextremisten im Untergrund. Foto: dapd

In Deutschland leben derzeit auch nach der Enttarnung der rechtsextremen Terrorzelle NSU noch mehr als hundert Rechtsextremisten im Untergrund. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte der Zeitung Welt am Sonntag.

Derzeit gehe das Bundeskriminalamt mit Stand Mitte September von „zuletzt 110 mit offenen Haftbefehlen untergetauchten Rechtsextremisten“ aus. Durch erfolgte Verhaftungen und neue Haftbefehle könne sich die Zahl mittlerweile aber verändert haben.

Sein Ministerium habe die Länder nach offenen Haftbefehlen abgefragt und diese Zahlen würden nun halbjährlich aktualisiert. Allerdings melde die Justiz nicht, was mit den Verdächtigen nach den Prozessen passiere, sagte Friedrich. „Hier müssen wir die Kommunikation verbessern.“

„Maximale Kommunikation“ vonnöten

Um einen „starken Verfassungsschutz“ zu garantieren, sei außerdem die „maximale Kommunikation“ der Landesämter für Verfassungsschutz mit dem Bundesamt sein wichtigster Ansatz, sagte Friedrich. Dazu gehöre auch eine gute Kommunikation zwischen der Kriminalpolizei und den Nachrichtendiensten.

Im Zuge der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) war auch heftige Kritik an den Behörden geäußert worden. Der Terrorzelle werden die Morde an neun Migranten und einer Polizistin zur Last gelegt. (afp)

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