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Künzelsau in Baden-Württemberg Waffen bei „Reichsbürger“ entdeckt

Bei einem „Reichsbürger“ in Baden-Württemberg stellt die Polizei Waffen und Munition sicher. Auf seine Spur kamen die Beamten durch ein Foto, das der Mann im Internet gepostet hatte.

07.08.2017 12:11
Reichsbürger
Die selbsternannten „Reichsbürger“ pochen darauf, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Foto: dpa

In der Wohnung eines mutmaßlichen sogenannten „Reichsbürgers“ hat die baden-württembergische Polizei diverse Waffen und Munition entdeckt und beschlagnahmt. Wie die Beamten am Montag in Heilbronn mitteilten, wurde die Wohnung des 60-Jährigen in einer Gemeinde nahe Künzelsau bereits in der vergangenen Woche durchsucht. Der Einsatz sei erfolgt, weil der Mann in einem sozialen Netzwerk das Foto einer angeblich erlaubnisfreien Waffe gepostet habe.

In der Wohnung entdeckte die Polizei fünf Schusswaffen, mehrere sogenannte Deko- und Anscheinswaffen sowie mehrere Kisten Munition. Teils fielen die Funde unter das Waffen-, das Kriegswaffenkontroll- und das Sprengstoffgesetz. Der mutmaßliche „Reichsbürger“ wurde laut Polizei erkennungsdienstlich behandelt und auf freien Fuß gesetzt. Er müsse nun mit entsprechenden Anzeigen rechnen.

Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterten „Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik und damit auch staatliche Autoritäten wie die Polizei nicht an. Sie gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Ein Teil der Szene vertritt nach Behördenangaben rechtsextremistische Positionen. (afp)

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