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Bundeswehr-Universität Wie identitär sind Bundeswehr-Studenten?

1. Update Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ gibt an der Bundeswehr-Universität München ein rechtsextremes Netzwerk, das auch Kontakt zur rechtsextremen Identitären Bewegung hat. Auch sollen Beziehungen zum terrorverdächtige Oberleutnant Franco A. bestehen.

19.05.2017 09:57
Bundeswehr
Wie viele Rechtsextremisten gibt es bei der Bundeswehr? Foto: dpa

An der Bundeswehr-Universität in München gibt es einem Pressebericht zufolge womöglich seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagsausgabe) berichtet unter Berufung auf eigene Recherchen, es gebe zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der Universität zur rechtsextremen sogenannten Identitären Verbindung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Unter Berufung auf den Verteidigungsausschuss des Bundestages heißt es weiter, derzeit überprüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) vier Studenten der Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus.

Die ursprünglich aus Frankreich stammende „Identitäre Bewegung“ ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv. Die Gruppe macht gegen eine „Masseneinwanderung“ und eine „Islamisierung Europas“ mobil. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im August erklärt, dass es die Gruppierung mit etwa 300 Mitgliedern beobachte.

Mögliche Verbindungen zu Waffenklau in Munster

Auch der terrorverdächtige Oberleutnant Franco A. und sein mutmaßlicher Komplize Maximilian T. hatten möglicherweise Kontakt zu einem Studenten der Bundeswehr-Uni in München, der dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) schon früher wegen rechter Umtriebe aufgefallen war. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Parlamentskreisen weiter erfuhr, soll sich dieser Student am Bundeswehr-Standort Munster aufgehalten haben, als dort im vergangenen Februar Schusswaffen und Munition aus einem Panzer gestohlen wurden. Den Angaben zufolge geht der MAD Hinweisen auf ein Telefonat zwischen ihm und Franco A. nach. Zu Maximilian T. soll der Student über ein soziales Netzwerk Kontakt gehabt haben.

Insgesamt hat der MAD demnach elf Bundeswehr-Angehörige im Visier, von denen einige Kontakte zur rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) und andere zur Burschenschaft Danubia haben sollen. Im Verfassungsschutzbericht Bayerns von 2015 wird diese Burschenschaft wegen Verbindungen zur rechtsextremen Szene erwähnt. Die Nachforschungen des MAD zu allen elf Soldaten hatten bereits vor der Festnahme von Franco A. begonnen.

Der Bundeswehr-Offizier Franco A. und Maximilian T. stehen im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Franco A. war im französischen Illkirch stationiert gewesen und hatte ein Doppelleben als „syrischer Flüchtling“ geführt. Die „Identitäre Bewegung“ ist eine Gruppierung mit französischen Wurzeln, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Sie warnt vor einem „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“. (AFP/dpa)

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