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Rassismus auf Facebook Kein Nachspiel für Elmar Hörig

Der frühere SWR-Hörfunkmoderator Hörig postet regelmäßig fremdenfeindliche Facebook-Beiträge. Giorgina Kazungu-Haß (SPD) stellt Strafanzeige. Die Seite ist mittlerweile vom Netz.

24.01.2017 13:38
Rund 35.000 Follower hatte Hörig auf Facebook. Foto: imago/teutopress

Die fremdenfeindlichen Facebook-Einträge des früheren SWR-Hörfunkmoderators Elmar Hörig haben kein strafrechtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal habe eine Strafanzeige geprüft, sehe aber keinen Anfangsverdacht, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Er bestätigte damit einen Bericht der "Rheinpfalz", demzufolge keine Ermittlungen wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole gegen Hörig eingeleitet werden.

Auslöser des Eklats war ein Beitrag auf der öffentlich einsehbaren Facebook-Seite des einst äußerst populären Moderators mit Anspielungen auf die rassistischen Morde des Ku-Klux-Klans. Dort hatte Hörig im Dezember ein Bild zweier Schoko-Nikoläuse mit typischen Ku-Klux-Klan-Kapuzen verbreitet, zwischen denen eine dritte, ausgewickelte Schokoladenfigur mit abgebrochenem Kopf lag. Die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Haß (SPD) hatte Strafanzeige gestellt. Für die Staatsanwaltschaft war jedoch nicht einwandfrei festzustellen, was das Bild tatsächlich darstellen sollte.

Die SPD-Politikerin sagte dem epd, rassistische Äußerungen im Internet müssten auch künftig auf Widerstand treffen: "Mein Hauptziel war, dass diese Seite verschwindet." Sie wertete es als Erfolg, dass Hörigs Facebook-Auftritt zum Jahreswechsel aus dem Netz genommen worden sei. Den häufig fremden- und islamfeindlichen Veröffentlichungen dort folgten zuletzt rund 35.000 Menschen. (epd)

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