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Putschversuch in der Türkei Erdogan-Anhänger feiern in Istanbul

Berichte über Lynchjustiz an Putschisten +++ Zahl der Toten auf 265 gestiegen - davon 161 Zivilisten +++ Mehr als 2700 Richter suspendiert +++ Merkel: "Blutvergießen in der Türkei muss ein Ende haben" +++ Die jüngsten Informationen im Liveticker.

16.07.2016 07:52
Auf dem Taksim-Platz in Istanbul versammelten sich am Samstagabend etwa tausend Anhänger des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan Foto: dpa

Das Militär hat am Freitag in der Türkei einen Putschversuch gestartet. Die Lage war zunächst unklar, inzwischen hat die Regierung die Lage laut Ministerpräsident Yildirim wieder unter Kontrolle. Laut Regierungsangaben sind 161 Menschen gestorben. Knapp 1500 wurden verletzt. Fast 3000 Armee-Angehörige wurden festgenommen, mehr als 2700 Richter suspendiert.

22.21 Uhr - Eine Gruppe von dreizehn türkischen Militärs ist am späten Samstagabend an Bord eines türkischen Militärhubschraubers im Flughafen der griechischen Hafenstadt Alexandroupolis eingetroffen. Sie sollen den türkischen Hubschrauber vom Typ «Black Hawk» abholen, an Bord dessen sich acht türkische Militärs am Samstag nach Griechenland abgesetzt und dort politisches Asyl beantragt hatten. Entsprechende Videoaufnahmen zeigte der griechische Nachrichtensender Skai am Samstagabend.

21.47 Uhr - Bei dem Putschversuch kamen nach offiziellen Angaben 265 Menschen ums Leben. 161 von ihnen seien vor allem Zivilisten, dazu kämen 104 Putschisten, sagt ein Vertreter der türkischen Regierung.

21.42 Uhr - Auf dem Taksim-Platz in Istanbul haben sich am Samstagabend etwa tausend Anhänger des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan versammelt und den Sieg über die Putschisten gefeiert. Viele schwenkten die türkische Flagge und riefen «Gott ist groß», berichtete eine dpa-Reporterin.

21.03 Uhr - Der in den USA lebende türkische Geistliche Fethullah Gülen hält es für möglich, dass der Putschversuch inszeniert war. Er forderte die Bevölkerung der Türkei auf, eine militärische Intervention nicht in einem positiven Licht zu beurteilen. Eine Demokratie könne durch militärisches Vorgehen nicht erreicht werden, sagt er.

20.47 Uhr - Ägypten blockiert einen Beschluss des UN-Sicherheitsrats, in dem die Gewalt und die Unruhen in der Türkei verurteilt werden sollten. Die Regierung in Kairo lehnt nach Angaben von Diplomaten insbesondere einen Passus ab, in dem alle Parteien aufgefordert werden, die "demokratisch gewählte Regierung der Türkei" zu respektieren. Der UN-Sicherheitsrat befinde sich nicht in der Position, zu beurteilen, ob eine Regierung demokratisch gewählt sei oder nicht.

20.09 Uhr - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bringt die Einführung der Todesstrafe ins Spiel. Über das Thema könnte im Parlament gesprochen werden, sagt er vor Anhängern in Istanbul. Aus der Menge sind Forderungen zu hören, die Putschisten mit dem Tod zu bestrafen.

20.06 Uhr - Nach der Festnahme des Verfassungsrichters Alparslan Altan ist nach Angaben aus Regierungskreisen ein zweites Mitglied des Verfassungsgerichts in Ankara festgenommen worden. Der Richter Erdal Tezcan befinde sich in Gewahrsam hieß es am Samstag. Er werde beschuldigt, am Putschversuch beteiligt gewesen zu sein.

20.03 Uhr - Erdogan verlangt von den USA die Auslieferung oder Festnahme des Predigers Fethullah Gülen. Erdogan wandte sich mit seiner Forderung direkt an US-Präsident Barack Obama. Wenn die USA und die Türkei tatsächlich strategische Partner seien, müsse Obama handeln, sagte der türkische Präsident bei einer Ansprache vor Anhängern in Istanbul am Samstagabend.

19.51 Uhr - Die Putschisten in der Türkei haben nach Angaben aus Regierungskreisen bereits mehr als 100 Posten in der geplanten Militärjunta an Mitstreiter vergeben gehabt. «Die Listen umfassten mehr als 100 Namen», sagte ein Regierungsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, am Samstag. «Sie hätten Militärgouverneure für jeden Distrikt ernannt und die Chefs aller staatlichen Stellen ersetzt.»

19.28 Uhr - US-Präsident Barack Obama hat alle Parteien in der Türkei zu «gesetzmäßigem Handeln» aufgerufen. Aktionen, die zu weiterer Gewalt oder Instabilität führen würden, müssten vermieden werden, betonte er nach Angaben des Weißen Hauses am Samstag in einer Telekonferenz mit seinem Sicherheitsteam und außenpolitischen Beratern.

19.02 Uhr - Die türkische Polizei nimmt einen hochrangigen Richter am obersten Gerichtshof fest, wie der Sender CNN Turk berichtet. Alparslan Altan ist der bisher oberste Jurist, der verhaftet wird.

18.49 Uhr - Nach Einschätzung des türkischen Verteidigungsministers Fikri Isik befindet sich inzwischen kein Gebiet in der Türkei mehr außerhalb der Kontrolle der Regierung. Ein Putsch sei verhindert worden. Dennoch müsse man wachsam bleiben. Es sei zu früh, um zu sagen, dass die mit dem Putschversuch verbundene Gefahr vollständig eliminiert worden sei.

18.19 Uhr - Die Lufthansa nimmt am Sonntag den normalen Flugbetrieb in die Türkei wieder auf. Von Frankfurt aus sollen Flüge nach Istanbul und Antalya gehen, von München aus wird Ankara, Izmir und Bodrum angeflogen, wie das Unternehmen mitteilt.

18.11 Uhr - Die türkischen Behörden verhaften einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge den Oberbefehlshabenden der Zweiten Armee. General Adem Huduti ist der bisher höchstrangige Soldat, der nach dem Putschversuch festgenommen wurde. Die Zweite Armee hat ihr Hauptquartier in Malatya und ist für das Grenzgebiet zu Syrien, dem Irak und dem Iran verantwortlich.

17.42 Uhr - Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr bei Berlin dementiert US-Angaben, wonach die türkischen Behörden den Zugang zum auch von Nato und der Bundeswehr genutzten Luftwaffenstützpunkt Incirlik abgeriegelt hätten. Die Soldaten könnten mit Ausweiskontrolle weiterhin die Basis verlassen und wieder hineingehen, es sei aber die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen worden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Unseren Soldaten geht es grundsätzlich gut. Alle sind wohl auf». Von dem Putsch hätten sie nur durch die Medien erfahren.

17.30 Uhr - Bundesjustizminister Heiko Maas mahnt zur Rechtsstaatlichkeit in der Türkei. "Rechtsstaaten müssen sich besonders in der Bedrohung erweisen", erklärt der SPD-Politiker in Berlin. "Rache und Willkür werden nicht zu einer Befriedung der Lage nach dem Putschversuch beitragen."

17.18 Uhr - Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump äußert sich besorgt über die Lage in der Türkei: "Hoffentlich geht alles gut."

17.12 Uhr - Während des Putschversuchs in der Nacht zu Samstag sollen nach unbestätigten Berichten womöglich Soldaten misshandelt oder sogar gelyncht worden sein. Auf einem Video, das offenbar auf
einer der Bosporus-Brücken in Istanbul aufgenommen wurde, ist ein Soldat zu sehen, der blutüberströmt auf dem Boden liegt. Derjenige, der das Video aufnimmt, sagt auf Türkisch: «Vier haben wir
umgebracht, jetzt sind wir beim fünften. Hund!» Schüsse sind zu hören. Andere rufen «Gott ist groß», «Ungläubiger!» und «Krepier!». Mehrere treten auf den leblos wirkenden Körper ein. Das Video wurde
via Twitter verbreitet. Die dem Militär nahestehende Zeitung «Sözcü» berichtete am Samstag, ein aufgebrachter Mob habe einem Soldaten in Istanbul die Kehle durchgeschnitten. Regierungskreise bestätigten den Bericht zunächst nicht.

16.45 Uhr - Die Putschisten sind nach den Worten von Ministerpräsident Binali Yildirim "Terroristen" und keine Soldaten. Im Parlament sagt er, alle Parteien hätten den Putsch abgelehnt. Für die Zusammenarbeit der Abgeordneten bedeute dies einen Neubeginn.

16.18 Uhr - Die türkische Nationalversammlung ist im beschädigten Parlamentsgebäude in Ankara zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Die Abgeordneten verharrten in einem Moment der Stille, bevor die Nationalhymne abgespielt wurde, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim betrat unter dem Applaus der Abgeordneten den Sitzungssaal.

15.56 Uhr - Nach dem Putschversuch gegen die Regierung hat die Türkei den auch von der Bundeswehr genutzten Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der südlichen Provinz Adana abgeriegelt. Wie das US-Konsulat am Samstag mitteilte, wurde die Energieversorgung unterbrochen, der Zugang zur Basis und auch das Verlassen des Stützpunktes wurden aus Sicherheitsgründen untersagt. Auf der Basis haben mehrere Länder, darunter Deutschland, Verbände stationiert, die sich am Kampf gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien beteiligen.

15.42 Uhr - Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Putschversuch in der Türkei "aufs Schärfste" verurteilt. "Es ist tragisch, dass so viele Menschen diesen Putschversuch mit dem Leben bezahlt haben. Das Blutvergießen in der Türkei muss jetzt ein Ende haben", sagte Merkel am Samstag in Berlin. "Es ist und bleibt das Recht des Volkes, in freien Wahlen zu bestimmen, wer es regiert. (...) Panzer auf den Straßen und Luftangriffe gegen die eigene Bevölkerung sind Unrecht", erklärte sie weiter.

15.02 Uhr - Nach dem Putschversuch in der Türkei sind zehn Mitglieder des türkischen Staatsrats in der Hauptstadt Ankara festgenommen worden. Ihnen werde Unterstützung des Putsches vorgeworfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag. Ob es sich bei den Festgenommenen um Richter oder Staatsanwälte handelte, war zunächst unklar.

14.57 Uhr - Die französische Regierung hat den Putschversuch in der Türkei verurteilt. "Die Türkei wurde Ziel eines versuchten Gewaltstreichs gegen ihre verfassungsmäßige Ordnung, was Frankreich aufs heftigste verurteilt", sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault am Samstag. "Die türkische Bevölkerung hat ihre große Reife und ihren Mut bewiesen, indem sie sich für den Respekt der Institutionen einsetzte", fügte er hinzu. Sie habe dafür den Preis bezahlt mit zahlreichen Opfern. Frankreich hoffe, dass die türkische Demokratie gestärkt aus dieser Prüfung hervorgehen werde.

14.13 Uhr - Nach dem Putschversuch in der Türkei sind laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu 2745 Richter abgesetzt worden. Zudem seien fünf Mitglieder des Hohen Rats der Richter und Staatsanwälte in Ankara vom Dienst entbunden, meldete Anadolu am Samstag. Gegen sie liefen Ermittlungen, hieß es zur Begründung.

14.10 Uhr - Nach Einschätzung von US-Außenminister John Kerry sind in der Türkei Ruhe und Ordnung wiederhergestellt. Er sichert der demokratischen Regierung Unterstützung zu. Die USA hätten keinen Antrag der Türkei zur Auslieferung des Klerikers Gülen erhalten.

13.51 Uhr - Auf dem Luftwaffenstützpunkt Diyarbakir im Südosten der Türkei sind nach Angaben von Sicherheitskreisen rund 100 Angehörige der Streitkräfte festgenommen worden.

13.02 Uhr - Der Bosporus, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet, ist für Tanker wieder freigegeben. Der Verkehr sei zur Normalität zurückgekehrt, teilte die internationale Reederei GAC mit. Die etwa 30 Kilometer lange Meerenge zwischen Europa und Asien ist eine der wichtigsten Wasserstraßen.

12.54 Uhr - Der Chef der Fluggesellschaft Turkish Airlines kündigt an, dass sie ab 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr deutscher Zeit) zum normalen Flugplan zurückkehren werde. 35 Flüge seien umgeleitet und 32 abgesagt worden.

12.40 Uhr - Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu fordert Griechenland zur Auslieferung von acht Soldaten auf, die sich in einem Militärhubschrauber in den Nachbarstaat abgesetzt hatten. Die im nordgriechischen Alexandroupolis festgenommenen acht Insassen baten nach griechischen Angaben um politisches Asyl.

12.30 Uhr - Nach Angaben griechischer Militärs haben regierungsfeindliche Kräfte im türkischen Marinestützpunkt Gölcük eine Fregatte gekapert. Der türkische Flottenchef sei als Geisel genommen worden.

12.29 Uhr - Der türkische Präsident Erdogan ruft die Bevölkerung in einer SMS auf, für Demokratie und Frieden einzustehen. Die Menschen sollten sich auf den Straßen einem "kleinen Kader" entgegenstellen.

11.56 Uhr - In Nordgriechenland sind die acht Insassen eines dort gelandeten türkischen Militär-Hubschraubers festgenommen worden, wie die griechische Polizeibehörde mitteilt.

11.50 Uhr - Russische Fluggesellschaften setzen alle Flüge in die Türkei auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin aus, wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtet.

11.47 Uhr - Die Zahl der Toten bei dem Putschversuch in der Türkei ist nach Regierungsangaben auf insgesamt 265 gestiegen. Bei 161 der Toten handelt es sich laut Ministerpräsident Binali Yildirim um regierungstreue Sicherheitskräfte oder Zivilisten. Hinzu kommen 104 getötete Putschisten, wie es am Samstag aus Regierungskreisen in Ankara hieß.

11.42 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Yildirim sagt, die Todesstrafe sei in der Verfassung nicht vorgesehen. Die Türkei werde aber Gesetzesänderungen erwägen, um sicherzustellen, dass sich ein Putschversuch nicht wiederholen könne.

11.36 Uhr - Die Lage sei vollständig unter Kontrolle, sagt der türkische Ministerpräsident Yildirim. "Unsere Kommandeure haben die Kontrolle."

11.30 Uhr - Bei dem Putschversuch wurden nach Angaben des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim 161 Menschen getötet und 1440 verletzt. 2839 Angehörige der Streitkräfte seien festgenommen worden. Darunter seien einfache Soldaten und ranghohe Militärs.

11.22 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bezeichnet den Putschversuch als Schandfleck für die türkische Demokratie. Die Nation habe die bestmögliche Antwort für Terroristen gefunden.

11.12 Uhr - Frankreich hofft, dass die türkische Demokratie gestärkt aus der Herausforderung durch den Putschversuch hervorgeht. Die türkische Bevölkerung habe sich als "mündig und mutig" erwiesen, sagt Außenminister Jean-Marc Ayrault.

11.02 Uhr - Die Lage nach dem Putschversuch ist dem türkischen EU-Minister Omer Celik zufolge "zu 90 Prozent unter Kontrolle". Allerdings würden noch einige Armeekommandeure von Putschisten als Geiseln gehalten.

10.42 Uhr - Das russische Außenministerium sieht in der sich verschlechternden politischen Lage und in terroristischen Bedrohungen in der Türkei eine wachsende Gefahr für die internationale und regionale Stabilität. Russland bekräftige seine Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der legitimen Führung der Türkei.

10.36 Uhr - Nach dem Putschversuch in der Türkei hat sich Europaparlaments-Präsident Martin Schulz positiv über die Beruhigung der Lage geäußert. "Ich begrüße, dass an diesem Morgen wieder die Herrschaft des Rechts gilt", teilte Schulz am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Blutvergießen müsse nun vollständig enden, die Gewaltenteilung gewährleistet sowie individuelle Rechte garantiert werden. "Die Stabilität des Landes ist entscheidend für die gesamte Region", sagte Schulz weiter.

10.32 Uhr - Der größte deutsche Tourismuskonzern TUI bietet Gästen kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für alle Türkeireisen an, die bis 17. Juli starten. Sollten Urlauber den Wunsch haben, vorzeitig abzureisen, werde dies durch die Reiseleitung organisiert. In den touristischen Regionen der Türkei am Mittelmehr sei die Situation aktuell ruhig.

10.15 Uhr - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt erklärt, die Türkei brauche Demokratie, Menschenrechte und Freiheit. Ein Militärputsch sei die falsche Antwort: "Es muss nun alles daran gesetzt werden, weiteres Blutvergießen zu verhindern."

10.14 Uhr - Bei dem Putschversuch in der Türkei sind nach Angaben des Militärs insgesamt 194 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien 47 Zivilisten und 104 Putschisten, sagte der kommissarisch zum Militärchef ernannte General Ümit Dündar am Samstag.

10.05 Uhr - Nach dem Putschversuch in der Türkei hat die Lufthansa am Samstag weitere Flüge in das Land gestrichen. Zwei Verbindungen von Frankfurt nach Istanbul fallen wegen der nach wie vor unklaren Lage aus, wie ein Sprecher mitteilte. Damit sind alle drei der für Samstag geplanten Lufthansa-Flüge von Frankfurt in die Metropole am Bosporus abgesagt. Noch offen ist, ob die für den Nachmittag von Frankfurt aus geplanten Starts nach Antalya und Bodrum stattfinden. Das werde sich gegen Mittag entscheiden, sagte der Sprecher. Vom Drehkreuz München aus wird die Lufthansa am Samstag keine Ziele in der Türkei anfliegen. Andere Flüge waren bereits am Freitag gestrichen worden. Die Lufthansa riet allen Passagieren, sich möglichst frühzeitig mit der Airline oder ihren Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen und sich über die aktuelle Lage zu informieren.

10.00 Uhr - 104 Putschisten sind nach Angaben des amtierenden Stabschefs des Militärs Ümit Dündar getötet worden. Er kündigte harte Strafen an.

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09.44 Uhr - Die Operationen gegen Putschisten im Armee-Hauptquartier in Ankara dauern an. Aus Regierungskreisen hieß es, am Samstagmorgen hätten Teilnehmer des Umsturzversuches noch aus dem Gebäude geschossen. "Das ist im Moment ihr letzter Stützpunkt."

09.37 Uhr - Angesichts des Putschversuchs in der Türkei hat das Auswärtige Amt Reisenden in Istanbul und Ankara zu "äußerster Vorsicht" geraten. Im Zweifel werde geraten, Wohnungen und Hotels nicht zu verlassen, heißt es in einem Reisehinweis des Ministeriums vom frühen Samstagmorgen. Wegen der vorübergehenden Schließung sollten des Istanbuler Flughafens Atatürk sollten Reisende Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufnehmen. Das Auswärtige Amt betonte, die Lage in der Türkei sei "zur Stunde" noch unklar. Aus anderen Teilen der Türkei lägen bislang keine vergleichbaren Meldungen vor.

09.00 Uhr - Während des Putschversuchs in der Türkei sind einem Medienbericht zufolge mindestens 90 Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, wurden zudem 1154 Menschen verletzt. Zuvor war von mindestens 60 Toten die Rede gewesen.

08.46 Uhr - Nach dem niedergeschlagenen Putschversuch in der Türkei sind Regierungskreisen zufolge inzwischen mehr als 1500 mutmaßliche Umstürzler aus den Reihen der Streitkräfte festgenommen worden. Die Zahl liege mittlerweile bei 1563, verlautete am Samstagmorgen. Fünf Generäle und 29 Oberste seien ihrer Posten enthoben worden.

08.20 Uhr - Der türkische Geheimdienst wurde während des Putschversuchs in der Nacht ebenfalls angegriffen, sagte ein Vertreter des Geheimdienstes. Dabei wurden von Militärhubschraubern Schüsse abgegeben. Zudem stand der Geheimdienst unter Beschuss aus Maschinengewähren. Drei Menschen seien verletzt worden. Der Chef des Geheimdienstes, Hakan Fidan, sei an einem sicheren Ort gewesen und habe konstant Kontakt zu Präsident Erdogan und Ministerpräsident Yildirim gehalten.

08.05 Uhr - Bei einer Operation gegen Umstürzler am Hauptquartier der Gendarmerie in Ankara sind nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen 16 Putschisten getötet worden. Fast 250 Putschisten seien festgenommen worden, hieß es am Samstagmorgen aus Regierungskreisen. Der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, sei wohlauf und an einem sicheren Ort, hieß es weiter. Fidan habe beim Angriff von Putschisten auf das Geheimdienst-Hauptquartier in Ankara den Befehl ausgegeben, "bis zum Ende zu kämpfen". Auch dort sei die Lage inzwischen deeskaliert.

07.35 Uhr - Der Stabschef des Militärs wurde Regierungskreisen zufolge befreit. Türkische Medien berichten, dass Hulusi Akar von Putschisten festgehalten wurde

07.30 Uhr - Das Auswärtige Amt ruft Reisende in Istanbul und Ankara zu äußerster Vorsicht auf. Das gelte insbesondere auf öffentlichen Plätzen und für Menschenansammlungen. Bei unklarer Lage rät das AA, Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht zu verlassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

07.20 Uhr - 754 Militärangehörige sind Regierungskreisen zufolge in Zusammenhang mit dem Putschversuch festgenommen worden.

07.05 Uhr - Das Hauptquartier des Militärs ist nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters unter der Kontrolle von Regierungstruppen. Eine kleine Gruppe leiste aber noch Widerstand. Die Putschisten hätten noch einige Hubschrauber unter ihrer Kontrolle, aber keine Kampfjets. Fünf Generäle seien ihre Posten entzogen worden. Die Angriffe auf das türkische Parlament und den Präsidentenpalast hätten weitgehend aufgehört.

06.33 Uhr - Anhänger von Präsident Erdogan greifen einem Augenzeugen zufolge Soldaten an, die sich auf einer Brücke in Istanbul ergeben hatten. Die Polizei kommt ihnen zu Hilfe.

06.28 Uhr - Die Putschisten erklären in einer Email, dass sie weiter kämpfen. Sie riefen die Bevölkerung auf, zu ihrer eigenen Sicherheit in Räumen zu bleiben. Die Gruppe nennt sich Bewegung für Frieden in der Heimat. Die Mail hat den Absender des Pressebüros des Generalstabs des Militärs.

06.20 Uhr - Mindestens 60 Menschen sind bei dem Putschversuch in der Nacht ums Leben gekommen, wie ein hochrangiger Regierungsvertreter sagt.

06.17 Uhr - Dem türkischen Justizminister zufolge wurden 336 Personen in Zusammenhang mit dem Putschversuch verhaftet. Das berichtet CNN Türk.

06.14 Uhr - Bei dem Putschversuch in der Türkei sind nach neuesten Angaben eines Regierungsvertreters mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. 336 Menschen seien festgenommen worden.

05.59 Uhr - In der türkischen Metropole Istanbul haben sich mehrere zunächst an dem Putschversuch beteiligte Soldaten offenbar ergeben. Im Fernsehen war zu sehen, wie einige an der Bosporus-Brücke von Polizisten abgeführt wurden. Auf der Brücke, die Asien und Europa verbindet, waren in der Nacht Panzer aufgefahren. "Die Türkei wird nicht vom Militär regiert", betonte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Atatürk-Flughafen. Der Flughafen sei wieder geöffnet.

05.55 Uhr - Regierungskreisen zufolge wurde Umit Dundar kommissarisch zum Stabschef des Militärs ernannt, da der Aufenthaltsort des eigentlichen Amtsinhabers unklar ist.

05.53 Uhr - Erdogan zufolge hat die Fluggesellschaft Turkish Airlines ihre Flüge wiederaufgenommen.

05.52 Uhr - Militärjets haben nach einem Bericht des Fernsehsenders NTV in der Nähe des Präsidentenpalastes in Ankara Bomben abgeworfen. Ob es Verletzte gab oder die Gebäude beschädigt wurden, war zunächst unklar. In Istanbul waren noch im Morgengrauen am Samstag immer wieder Schüsse zu hören.

05.41 Uhr - Erdogan ruft seine Anhänger auf, die öffentlichen Plätze nicht zu verlassen, bis sich die Situation wieder normalisiert habe. In Ankara gebe es noch in geringem Ausmaß Widerstand von Putschisten, der aber hoffentlich bald niedergeschlagen sei.

05.37 Uhr - Dem Sender CNN Türk zufolge haben die türkischen Behörden einen Militärhubschrauber abgeschossen, der auf Büros des staatlichen Satellitenbetreibers Türksat feuerte.

05.36 Uhr - In der Nähe des Präsidentenpalastes in Ankara ist einem Medienbericht zufolge eine Bombe eingeschlagen. Das Geschoss sei von einem Kampfflugzeug über der türkischen Hauptstadt abgeworfen worden, berichtete der Fernsehsender NTV am Samstag. Über dem Stadtteil Bestepe, in dem der Präsidentenpalast liegt, stieg dichter schwarzer Rauch auf. Erdogan hielt sich zum Zeitpunkt des Angriffes in Istanbul auf.

04.55 Uhr - Regierungskreisen zufolge gibt es auch in Istanbul Todesopfer. Die Angriffe auf das Parlament in Ankara hielten noch an. Der örtliche Widerstand von Putschisten in Ankara und Istanbul werde aber bald beendet. Der Flughafen von Istanbul befinde sich unter Kontrolle regierungstreuer Soldaten.

04.40 Uhr - Bei dem Putschversuch in der Türkei sind nach Angaben des Senders NTV in der Hauptstadt Ankara 42 Menschen ums Leben gekommen. Der Sender bezog sich auf einen Staatsanwalt im Distrikt Golbasi.

04.11 Uhr - Einem Reuters-Reporter zufolge übernehmen Soldaten die Kontrolle über den Atatürk-Flughafen in Istanbul.

04.08 Uhr - Ministerpräsident Yildirim sagt laut CNN Türk, aufständische Soldaten feuerten in Istanbul und Ankara weiter aus der Luft. Er fügt hinzu, im Zusammenhang mit dem Putschversuch seien 130 Menschen festgenommen worden.

03.54 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat das Militär nach Angaben aus dem Präsidialamt angewiesen, von den Putschisten gekaperte Flugzeuge abzuschießen. Kampfflugzeuge mit einem entsprechenden Auftrag seien von der Luftwaffenbasis Eskisehir abgehoben, hieß es aus dem Präidialamt.

03.35 Uhr - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen für den versuchten Militärputsch verantwortlich gemacht. Der Versuch zur Übernahme der Macht durch einen Teil des Militärs sei "Verrat", sagte Erdogan in der Nacht zu Samstag bei einem Fernsehauftritt im Istanbuler Atatürk-Flughafen. Dort war er kurz zuvor mit seinem Flugzeug gelandet und von einer großen Menschenmenge empfangen worden.

03.20 Uhr - Staatspräsident Erdogan nennt den Putschversuch einen Akt von Landesverrat, für den eine Minderheit innerhalb des Militärs verantwortlich sei. Dies sei Anlass für eine Säuberung der Armee. Einige Militärs hätten Anweisungen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania erhalten. Dort lebt Erdogans Widersacher Gülen.

03.01 Uhr - Erdogan sagt dem Sender Fox TV zufolge, es habe den Versuch eines Aufstandes gegeben gegen die Solidarität und die Einheit des Landes. Diejenigen, die daran beteiligt seien, würden die nötige Antwort erhalten, unabhängig davon, aus welchen Institutionen sie stammten, ergänzt Erdogan.

03.00 Uhr - Außerhalb des Istanbuler Flughafens zeigen Bilder des Senders NTV Präsident Erdogan, umgeben von Anhängern.

02.56 Uhr - Aus dem offenbar von Soldaten besetzten CNN-Türk-Studio sind während der Live-Übertragung Schüsse zu hören.

02.51 Uhr - Einem Reuters-Reporter zufolge übergeben auf dem Taksim-Platz in Istanbul rund 30 an dem Putschversuch beteiligten Soldaten ihre Waffen an bewaffnete Polizisten.

02.49 Uhr - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist mit seinem Flugzeug auf einem Flughafen in Istanbul gelandet. Das verlautete in der Nacht zum Samstag aus dem türkischen Präsidialamt. Medienberichten zufolge war der Staatschef zum Urlaub im Badeort Marmaris an der Mittelmeerküste, als ein Teil der Armee am Freitagabend in der Hauptstadt Ankara die Übernahme der Macht im Land verkündete.

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02.45 Uhr - Der private TV-Sender CNN Türk hält die Ausstrahlung von Nachrichten an. Der Moderator sagt, Soldaten im Studio hätten die Kontrolle übernommen.

02.43 Uhr - Einem Reuters-Reporter zufolge ist auf dem Atatürk-Flughafen eine gewaltige Explosion zu hören.

02.41 Uhr - Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nach einem Bericht des Fernsehsenders NTV in Istanbul gelandet. Unklar blieb, woher Erdogan angereist war. Während des Putschversuchs hatte es aus dem Präsidialamt lediglich geheißen, der Präsident sei in der Türkei und in Sicherheit.

02.40 Uhr - Der Sender CNN Türk berichtete, Soldaten seien in das Gebäude des Senders in Istanbul eingedrungen.

02.36 Uhr - Einem Reuters-Reporter zufolge sind in der Nähe des Taksim-Platzes in Istanbul zwei laute Explosionen zu hören.

02.31 Uhr - Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, in Istanbul seien sechs Zivilisten durch Schüsse getötet und fast 100 verletzt worden. Die Toten und Verletzten seien in ein Krankenhaus auf der asiatischen Seite der Stadt eingeliefert worden.

02.27 Uhr - Einem Reuters-Reporter zufolge wird das Parlamentsgebäude in Ankara von zwei weiteren Explosionen erschüttert.

02.25 Uhr - Die Spitzen der EU fordern eine schnelle Rückkehr zur staatlichen Ordnung der Türkei. "Die EU unterstützt die demokratisch gewählte Regierung, die Institutionen des Landes und die Rechtsstaatlichkeit", heißt es in einer am Rande des Asem-Gipfels in Ulan-Bator veröffentlichten Erklärung. "Die Türkei ist ein Schlüsselpartner der EU."

02.20 Uhr - Einem Regierungsvertreter zufolge landet Erdogans Flugzeug in Istanbul.

02.19 Uhr - Dem Sender NTV zufolge sind bei Zusammenstößen in Istanbul zwei Menschen getötet worden.

02.10 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim sagte nach Angaben aus dem Präsidialamt: "Die Situation ist weitgehend unter Kontrolle." Yildirim machte Anhänger der Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich.

02.04 Uhr - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben aus dem Präsidialamt nicht das Land verlassen. "Der Präsident ist an einem sicheren Ort", hieß es aus dem Präsidialamt. "Er ist in der Türkei."

01.57 Uhr - Der staatliche Fernsehsender TRT ist wieder auf Sendung.

01.54 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Yildirim sagt, die Situation sei größtenteils unter Kontrolle. Er spricht erneut von einem Akt der Rebellion seitens Gülen-Bewegung.

01.53 Uhr - Ein Sprecher des türkischen Geheimdienstes MIT sagte dem Sender CNN Türk, der Putschversuch sei "abgewendet".

01.52 Uhr - Kanzlerin Merkel ist in laufendem Kontakt mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Kanzleramtsminister Peter Altmaier, teilt Regierungssprecher Seibert mit. Die Bundesregierung betone ihre "Unterstützung für die gewählte Regierung", ergänzt er.

01.50 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini fordert "Zurückhaltung und Respekt für demokratische Institutionen" in der Türkei. Sie schreibt auf Twitter, dass sie in "konstantem Kontakt" mit den EU-Delegationen in Ankara und Brüssel sei.

01.48 Uhr - Regierungssprecher Steffen Seibert präzisiert: Die Bundesregierung unterstützte die gewählte türkische Regierung. Merkel sei in ständigem Kontakt mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Kanzleramtschef Peter Altmaier.

01.47 Uhr - Vom Atatürk-Flughafen in Istanbul sollen schon bald wieder Maschinen internationale Ziele ansteuern, wie die europäische Flugaufsichtsbehörde Eurocontrol meldet. Ankünfte hingegen blieben ausgesetzt, da der Flughafen überfüllt sei.

01.45 Uhr - Dem Sender Fox TV zufolge feuert ein Hubschrauber auf das Parlament in Ankara.

01.44 Uhr - Gegen 02.40 Uhr Ortszeit (01.40 MESZ) wurde Istanbul von einer schweren Explosion erschüttert. Der Hintergrund war zunächst unklar. Auch Stunden nach Beginn des Putschversuches waren noch Schüsse zu hören. Hubschrauber mit Suchscheinwerfern und ausgeschalteten Positionslichtern flogen im Tiefflug über die Millionenmetropole.

01.37 Uhr - Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu wird das Parlamentsgebäude in Ankara von einer Bombe getroffen. In Instanbul ist Reuters-Reportern zufolge eine große Explosion zu hören.

01.25 Uhr - US-Außenminister John Kerry sichert der demokratisch gewählten Regierung und den demokratischen Institutionen in Türkei "absolute Unterstützung" zu. Dies habe er in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen deutlich gemacht, sagt Kerry.

01.20 Uhr - Aus der Mongolei, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel bis Samstag am Asien-Europa-Gipfel teilnimmt, meldet sich um etwa 01.10 Uhr deutscher Zeit Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter: "Die demokratische Ordnung in der Türkei muss respektiert werden. alles muss getan werden, um Menschenleben zu schützen."

01.15 Uhr - Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, vier Soldaten - darunter ein Offizier - seien beim Versuch, das Gebäude des staatlichen Senders TRT in Istanbul einzunehmen, von Bürgern und Polizisten "neutralisiert" worden.

01.14 Uhr - Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei einem Luftangriff der Putschisten auf das Hauptquartier der Spezialkräfte der Polizei in Ankara seien 17 Polizisten getötet worden.

01.13 Uhr - Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, ein Hubschrauber der Putschisten sei in Ankara von F-16-Kampfflugzeugen abgeschossen worden.

01.13 Uhr - Eine dem Erdogan-Widersacher Gülen nahestehende Gruppe mit Sitz in den USA nennt Anschuldigungen, sie sei in den Putschversuch in der Türkei involviert, "hochgradig unverantworlich".

01.05 Uhr - In der Zentrale der Spezialeinheiten in Ankara sind der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge 17 Polizisten getötet worden. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

01.01 Uhr - Ein Kampfjet hat einem TV-Bericht zufolge über Ankara einen Militärhubschrauber abgeschossen, der sich in der Hand der Putschisten befand. Das meldet der Sender NTV.

00.55 Uhr - Nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim sind einige Anführer des Putschversuchs festgenommen worden. "Einige Rädelsführer des Putsches sind festgenommen worden. Die Demokratie wird gewinnen", sagte Yildirim nach Angaben aus dem Präsidentenpalast. Die Verantwortlichen würden bestraft werden.

00.44 Uhr - Ministerpräsident Yildirim nennt den Umsturzversuch einen terroristischen Akt. Hinter dem Putsch stünden "Banden und illegale Gebilde".

00.40 Uhr - Russland zeigt sich äußerst besorgt über die Entwicklungen. Die Türkei müsse so schnell wie möglich wieder den Weg der Stabilität und Ordnung einschlagen, sagt ein Sprecher von Präsident Wladimir Putin.

00.33 Uhr - Die Putsch-Fraktion hat Regierungskreisen zufolge die Kontrolle über mehrere Panzer erlangt.

00.29 Uhr - Nach Angaben des Senders CNN Türk ist es in der türkischen Hauptstadt Ankara zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Militär gekommen. Die Armee habe die Polizeidirektion beschossen, hieß es. Augenzeugen berichteten von Panzern in den Straßen der Hauptstadt.

00.28 Uhr - Militärhubschrauber eröffnen nach einer Meldung der Agentur Anadolu das Feuer auf die Geheimdienstzentrale in Ankara. Reuters-Augenzeugen berichten zudem von zwei heftigen Explosionen im Zentrum der Hauptstadt.

00.24 Uhr - In einem Interview des Senders CNN Türk hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich gemacht.

00.20 Uhr - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ruft zur Ruhe auf. Die Vereinten Nationen verfolgten die Entwicklungen in der Türkei aufmerksam, sagt ein Sprecher Bans.

00.18 Uhr - Nach der Besetzung des Atatürk-Flughafens in Istanbul durch das Militär am Freitag ist die Armee nach Angaben aus Präsidialkreisen wieder vom Gelände abgezogen. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, Demonstranten seien auf das Gelände des Atatürk-Flughafens eingedrungen. Daraufhin habe das Militär den Flughafen verlassen. Zuvor hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen den Militärputsch aufgerufen.

00.14 Uhr - Die türkische Regierung hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus weiter das Sagen.

00.11 Uhr - Am Istanbuler Flughafen fielen Reuters-Reportern zufolge Schüsse.

00.08 Uhr - Unweit des türkischen Parlaments haben Panzer Reuters-Reportern zufolge das Feuer eröffnet.

00.06 Uhr - Hinter dem Umsturzversuch stehen nach den Worten des türkischen Justizministers Anhänger des Geistlichen und Erdogan-Widersachers Fethulla Gülen.

00.00 Uhr - Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif äußert sich via Twitter tief besorgt über die "Krise" in der Türkei. Stabilität, Demokratie und die Sicherheit der türkischen Bevölkerung seien vorrangig.

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23.53 Uhr - Ein Militärhubschrauber eröffnet Reuters-Reportern zufolge das Feuer über Ankara.

23.49 Uhr - Nach dem Militärputsch in der Türkei haben die Putschisten eine Ausgangssperre im ganzen Land verhängt. Die Ausgangssperre diene der Sicherheit der Bürger, hieß es in einer Erklärung, die Putschisten im Staatssender TRT 1 verlesen ließen.

23.37 Uhr - Der türkische Staatssender TRT stellt den Sendebetrieb ein.

23.34 Uhr - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen den Militärputsch aufgerufen. In einem live übertragenen Telefonanruf beim Sender CNN Türk sagte Erdogan am Freitagabend: "Ich rufe unser Volk auf, sich auf den Plätzen und am Flughafen zu versammeln. Sollen sie (die Putschisten) mit ihren Panzern und ihren Kanonen machen, was sie wollen."

23.33 Uhr - Der Putsch wird nach den Worten Erdogans binnen kurzer Zeit niedergeschlagen sein. Die Verantwortlichen würden vor Gericht einen hohen Preis dafür zahlen, kündigt er an.

23.30 Uhr - Staatschef Erdogan spricht via Mobiltelefon im Sender CNN Türk vom Putschversuch einer Minderheit innerhalb des Militärs. Auf diesen werde die nötige Antwort gegeben. Zugleich ruft er die Bevölkerung auf, auf die Straßen zu gehen, um ein Zeichen zu setzen.

23.24 Uhr - Ministerpräsident Yildirim erklärt auf Twitter, es werde alles getan, um den Putsch niederzuschlagen, auch wenn dies Todesopfer bedeuten sollte.

23.22 Uhr - Aus Präsidialamtskreisen verlautet, die Regierung und das Staatsoberhaupt seien weiter an der Macht. "Wir werden keine Versuche dulden, unsere Demokratie zu untergraben", heißt es.

23.14 Uhr - Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, in der Türkei sei das Kriegsrecht verhängt worden.

23.14 Uhr - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nach Angaben aus Kreisen seines Amtes trotz des Putschversuches des Militärs nicht abgesetzt. "Der demokratisch gewählte Präsident der Türkei und die Regierung sind an der Macht", hieß es am Freitagabend aus Kreisen des Präsidialamtes.

23.10 Uhr - Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, das Land werde jetzt von einem "Friedensrat" geführt. Dieser werde für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.

23.04 Uhr - Soldaten sind der regierenden AKP zufolge in ein Parteigebäude eingedrungen. Das meldet der Sender CNN Türk unter Berufung auf einen Parteivertreter.

22.59 Uhr - Der Zugang zu Internet-Diensten wie Facebook, Twitter und YouTube in der Türkei ist nach Angaben von Internet-Beobachtergruppen eingeschränkt.

22.52 Uhr - Präsident Erdogan befindet sich nach Angaben aus Kreisen seines Büros in Sicherheit.

22.50 Uhr - Unter den Geiseln im Armee-Hauptquartier in Ankara befindet sich der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge der Militär-Stabschef.

22.47 Uhr - Alle Flüge vom Atatürk-Flughafen in Istanbul sind offenbar gestrichen worden. Das berichtet ein Zeuge unter Berufung auf einen Piloten.

22.44 Uhr - Im Militär-Hauptquartier in Ankara sind nach einem Bericht des Senders CNN Türk einige Geiseln genommen worden. In der Nähe des Polizei-Hauptquartiers seien Schüsse zu hören gewesen.

22.39 Uhr - Der Sender CNN Türk meldet, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoogan sei in Sicherheit. (mit rtr/dpa/afp)

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