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Proteste der Bevölkerung Keine Helmut-Kohl-Allee in Ludwigshafen

Nach Gegenwind aus der Bevölkerung verwirft Ludwigshafen die Pläne zur Umbenennung der Rheinallee zu Ehren von Helmut Kohl. Bessere Nachrichten für Anhänger des Altkanzlers gibt es aus Erfurt.

20.10.2017 14:49
Helmut Kohl
Am 16. Juni dieses Jahres starb Altkanzler Helmut Kohl. Foto: Imago

In seiner Heimat Ludwigshafen wird dem verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl in absehbarer Zeit keine Ehrung durch die Umbenennung einer Straße zuteil: Nach Gegenwind aus der Bevölkerung entschied sich die CDU-Fraktion im Rat der rheinland-pfälzischen Stadt dazu, an einem bereits gefassten Umbenennungsbeschluss nicht weiter festhalten“ zu wollen, wie Fraktionschef Torbjörn Kartes am Freitag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Rheinallee behalte ihren Namen.

Anfang September hatte der Stadtrat mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen, die Straße zum Gedenken an den am 16. Juni verstorbenen Altkanzler in Helmut-Kohl-Allee umzubenennen. Durch die Umbenennung solle Kohl ein ehrendes Andenken“ geschaffen werden, hieß es im beschlossenen Antrag. Gegen die Umbenennung regte sich jedoch in der Einwohnerschaft Ludwigshafens Widerstand.

CDU stellt Antrag für Umbenennung in Erfurt

Der Stadtratsbeschluss solle aufgrund dessen, dass das solche Auswirkungen in der Stadt hatte“, nun wieder aufgehoben werden, sagte Kartes AFP. Er räumte zugleich ein, dass das Verfahren nicht optimal geführt“ und zu früh“ eingeleitet worden sei, so dass kein gutes Ende“ mehr möglich sei. Nun solle noch einmal von vorn und mit Abstand“ nachgedacht werden, wie man Helmut Kohl angemessen ehrt“.

Bessere Nachrichten für Anhänger des Altkanzlers gibt es hingegen aus Erfurt: Am Mittwoch beschloss der dortige Stadtrat mehrheitlich, eine Straße am Petersberg im Zentrum der Thüringer Landeshauptstadt nach Kohl zu benennen. Der Antrag kam von der CDU.

Am 20. Februar 1990 habe der damalige Bundeskanzler vor mehr als hunderttausend Menschen eine Rede auf dem Erfurter Domplatz gehalten, hieß es zur Begründung. Historisch wird dieses Ereignis der Nachwendezeit in die Geschichte eingehen.“ (afp)

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