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Präsidentschaftskandidat Mitt Romney Romney und die Fettnäpfchen

Im Vereinigten Königreich hat sich US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney jüngst recht unbeliebt gemacht - er zweifelte daran, dass London für die Olympischen Spiele bereit ist. Prompt kassierte er eine entsprechende Antwort - mit einer Prise des feinen britischen Humors.

27.07.2012 07:02
Mitt Romney macht sich im Königreich unbeliebt. Foto: Reuters

Im Vereinigten Königreich hat sich US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney jüngst recht unbeliebt gemacht - er zweifelte daran, dass London für die Olympischen Spiele bereit ist. Prompt kassierte er eine entsprechende Antwort - mit einer Prise des feinen britischen Humors.

Mitt Romney, der Kandidat der Republikaner für die US-Präsidentschaft, steht nach negativen Aussagen über die Olympischen Spiele in London weiter in der Kritik. Olympia-Minister Jeremy Hunt rief ihn dazu auf, bei der Eröffnungsfeier gut aufzupassen. „Wir werden der Welt zeigen, dass acht der zehn weltweit wichtigsten Sportarten entweder in Großbritannien erfunden oder in Regeln gefasst wurden, und nur zwei in Amerika – ich hoffe, Herr Romney guckt zu“, sagte Hunt dem Sender ITV.

Romney sollte am Abend Gast der Eröffnungszeremonie sein. Am Donnerstag hatte er unter anderem Premierminister David Cameron, Vize-Premier Nick Clegg und Oppositionsführer Ed Miliband getroffen.

Vorher hatte er einem US-Sender auf die Frage nach Olympia erklärt, es sei „schwer zu sagen, wie gut es werden wird“. Er sehe „beunruhigende Zeichen“, dass Großbritannien nicht in der Lage sein könnte, ein Ereignis dieser Größenordnung auszurichten. Später ruderte er zurück. „Ich gehe davon aus, dass die Spiele höchst erfolgreich sein werden“, erklärte er.

Romneys Europareise

Romney hatte als Chef des Organisationskomitees die Olympischen Winterspiele von Salt Lake City 2002 mitorganisiert. In Anspielung darauf konterte der britische Premierminister die Kritik Romneys mit den Worten: „Wir veranstalten die Spiele in einer der belebtesten, aktivsten und geschäftigsten Städte der Welt. Natürlich ist es einfacher, die Olympischen Spiele mitten im Nirgendwo zu veranstalten.“

Als Teil der Tour, die als wichtige Beweisprobe für Romneys außenpolitische Fähigkeiten gilt, reist er in den kommenden Tagen auch nach Polen und Israel. Der Besuch in Großbritannien wurde als Hinweis gewertet, dass Romney die traditionell engen britisch-amerikanischen Beziehungen stärken will.

Cameron hatte Romney empfangen, obwohl er Anfang des Jahres einen Besuch des damaligen Kandidaten und heutigen Präsidenten Frankreichs, des Sozialisten François Hollande, abgelehnt hatte. Damals hatte sein Sprecher erklärt, der Premierminister empfange „normalerweise“ keine Kandidaten aus dem Ausland. (dpa, dapd)

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