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Phrasenschwein Globalisierungsgegner

 Mögen Sie Regen? Nein? Dann sind Sie mal mindestens ein „Schlechtwettergegner“, genau genommen sogar ein „Wettergegner“, denn Wetter ohne schlechtes Wetter gibt es nicht.

    Unsinn? Richtig! Von „Wettergegnern“ zu reden, wenn jemand ein anderes Wetter will, wäre ungefähr so sinnvoll, wie wenn man jemanden „Globalisierungsgegner“ nennt, der eine andere Globalisierung will. Aber auszurotten ist der Unsinn nicht: „Zuverlässig treiben G20-Treffen zornige Globalisierungsgegner auf die Straße“, schreibt zum Beispiel „Spiegel Online“ zu den Gipfeldemos.

    Das Praktische: Man kann Kritiker damit so schön diffamieren. Der Begriff legt nahe, negative Globalisierungsfolgen gehörten halt dazu wie der Regen zum Wetter. Womit die Politik von der Verantwortung entlastet, der „Globalisierungsgegner“ aber ein Dummkopf wäre. Weil er aber in Wahrheit ein Kritiker der herrschenden Politik und kein Gegner der Globalisierung ist: ab ins Phrasenschwein.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Phrasenschwein

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