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Pegida-Wortführer Britische Behörden verweigern Lutz Bachmann die Einreise

Die Anwesenheit des Pegida-Wortführers in Großbritannien sei „dem Allgemeinwohl nicht zuträglich“, heißt es in einer Mitteilung des Innenministeriums in London.

19.03.2018 21:33
Lutz Bachmann
Lutz Bachmann wurde an der Einreise nach Großbritannien gehindert. Foto: dpa

Die britischen Behörden haben dem Wortführer der islamfeindlichen Pegida-Bewegung Lutz Bachmann die Einreise nach Großbritannien verweigert. Das bestätigte das Innenministerium in London der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach wurde Bachmann bereits am Samstag am Flughafen Stansted abgewiesen und am Sonntag zurück nach Deutschland gebracht. Seine Anwesenheit in Großbritannien sei „dem Allgemeinwohl nicht zuträglich“, hieß es in einer Mitteilung. Weitere Details wollte das Ministerium nicht preisgeben.

Bachmann postete auf seinem Facebook-Konto mehrere Videos aus einem Abschiebezentrum, in dem er offenbar die Nacht verbringen musste. Er habe sein Handy an den Sicherheitskräften vorbei dort hineingeschmuggelt, lässt er darin wissen.

Eigenen Angaben zufolge wollte Bachmann bei einer Veranstaltung am Sonntag an der Speaker's Corner im Londoner Hyde Park auftreten. Er habe dort eine Rede des De-facto-Chefs der rechtsextremen Identitären in Österreich, Martin Sellner, verlesen wollen. Das sei der Grund für die Verweigerung seiner Einreise gewesen, so Bachmann auf Facebook.

Die britische Nichtregierungsorganisation „Hope not Hate“ (Hoffnung, nicht Hass), die sich unter anderem gegen Rechtsextremismus einsetzt, zeigte sich nicht überrascht über die Einreiseverweigerung. Der Pegida-Wortführer und seine Verbündeten in Großbritannien hätten das Recht auf freie Meinungsäußerung und Soziale Netzwerke missbraucht, um „vergiftete Ansichten“ zu verbreiten, hieß es in einer Mitteilung.

Die Organisation hatte bereits in der vergangenen Woche über den geplanten Auftritt Bachmanns in London berichtet. Sellner sei zuvor ebenfalls an der Einreise gehindert worden, heißt es auf der Webseite der Organisation. Das Innenministerium machte dazu keine Angaben. (dpa)

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