Lade Inhalte...

NS-Gedenktag „Auschwitz darf sich nicht wiederholen“

Bundespolitik diskutiert Konzepte zur Bekämpfung von Antisemitismus.

Opfer des Nationalsozialismus
Thüringen erinnert an Opfer des Nationalsozialismus. Foto: dpa

Volker Beck von den Grünen hält „Holocaust-Erziehung“ und Respekt für religiöse Vielfalt ebenfalls für „ein Essential“ eines Bildungsprogramms gegen Antisemitismus. „Bei der Holocausterziehung kann der Besuch einer KZ-Gedenkstätte ein wichtiger Baustein sein“, so Beck gegenüber dieser Zeitung. „Entscheidend ist aber, dass der Besuch pädagogisch eingebettet ist, sonst bringt das gar nichts“, sagt der frühere Bundestagsabgeordnete. „Auschwitz ist geschehen, also kann es auch wieder geschehen“, warnt Beck, der sich seit Jahren für ein angemessenes Gedenken der NS-Opfer engagiert. „Es war kein Schicksal und es liegt in unserer Verantwortung, dass es sich nicht wiederholt. Das ist die Aufgabe von Schule, Bildungsarbeit und Integrationskursen, aber auch der gesamten Zivilgesellschaft. Wir müssen hier auch Migrantenselbstorganisationen wie muslimische Vereine stärker fordern und beteiligen."

Die CSU hingegen hält Pflichtbesuche durchaus für richtig. „Meiner festen Überzeugung nach sollten möglichst viele Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen eine solche Gedenkstätte besuchen“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Stephan Mayer, dieser Zeitung. „Ich halte die Lösung des Freistaat Bayerns für sinnvoll, die Besuche zunächst bei Realschulen und Gymnasien im Lehrplan als verpflichtend festzuschreiben.“ Er könne jedem in Deutschland Lebenden einen solchen Besuch nur nahelegen. Die Politik müsse prüfen, wie das befördert werden könne.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen