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Nordkoreanischer Diktator Trump veröffentlicht anerkennenden Brief von Kim

„Der Beginn einer bedeutsamen Reise“: Der US-Präsident veröffentlicht auf Twitter einen Brief des nordkoreanischen Machthabers.

12.07.2018 19:42

Dreieinhalb Wochen nach dem historischen Gipfel in Singapur hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un in einem persönlichen Brief an US-Präsident Donald Trump einen „epochalen Fortschritt“ in den Beziehungen beider Länder konstatiert. Das bei dem Treffen von beiden Staatenlenkern unterzeichnete Dokument sei „in der Tat der Beginn einer bedeutsamen Reise“ gewesen, heißt es in dem Schreiben, das Trump am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte.

Auf die vollständige Denuklearisierung seines Landes, die Kim in dem Gipfeldokument zugesagt hatte, ging er in dem Brief allerdings nicht ein. Kim dankte Trump lediglich für dessen „tatkräftige und außerordentliche Anstrengungen“ für die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und zur „getreulichen Umsetzung“ der Vereinbarung von Singapur.

Singapur-Vereinbarungen viel zu vage für die Kritiker

Er glaube fest daran, dass die gemeinsamen „ehrlichen Anstrengungen“ für eine „neue Zukunft“ zwischen beiden Staaten Früchte tragen würden, beteuerte Kim. Auch zeigte er sich zuversichtlich, dass ein weiteres Treffen mit Trump zustande kommen werde.

Die in Singapur getroffenen Vereinbarungen zum nordkoreanischen Atomwaffenprogramm werden von vielen Seiten, darunter Kritikern in den USA, als viel zu vage bezeichnet. Das Gipfeldokument definiert nicht, was genau unter der „Denuklearisierung“ zu verstehen ist, und enthält auch keine Festlegungen zu einem Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen.

Bei einem Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in der vergangenen Woche in Nordkorea waren neue Irritationen über die Atomfrage aufgekommen. Das nordkoreanische Außenministerium warf den USA nach dem Besuch „gangstermäßige“ und „gierige“ Forderungen zur atomaren Abrüstung vor.

Pompeo bekräftigte seinerseits, die Sanktionen gegen Nordkorea blieben bis zur „endgültigen“ Denuklearisierung in Kraft. (afp)

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