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Nordkorea Verlegt Russland Truppen an Grenze zu Nordkorea?

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel bleibt unübersichtlich: US-Kreise berichten über eine ungewöhnliche Aktivität der chinesischen Luftwaffe. Und nun soll angeblich Russland Truppen an die Grenze zu Nordkorea verlegen.

21.04.2017 16:42
Militär in Nordkorea
Nordkoreanische Soldaten in Pjöngjang Foto: dpa

Russland verlegt Berichten zufolge möglicherweise Kriegsgerät an die Grenze zu Nordkorea. Kremlsprecher Dmitri Peskow wollte dies am Freitag in Moskau weder bestätigen noch klar dementieren. Die Frage von Truppenverschiebungen innerhalb Russlands werde nicht öffentlich diskutiert, sagte er Agenturen zufolge.

Neuer Atomtest am Dienstag?

Medien in Russlands Fernem Osten hatten mögliche Truppenverlegungen in den äußersten Südosten den Riesenreichs mit dem schwelenden Konflikt zwischen Nordkorea und den USA um neue Raketentests in Verbindung gebracht. Russland hat eine kapp 20 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit Nordkorea.

Im Internet war ein Video von einem Güterzug aufgetaucht, der gepanzerte Fahrzeuge transportierte. Ein Online-Portal im Gebiet Chabarowsk zitierte Anwohner, die in den vergangenen Tagen mehrere solcher Transporte beobachtet haben wollen.

Ein Militärsprecher wies einen Zusammenhang mit der Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel zurück. Es handle sich lediglich um eine reguläre, jährlich stattfindende Übung der Streitkräfte in der Region, sagte Sprecher Alexander Gordejew der Agentur Interfax. Dies habe nichts mit der politischen Lage zu tun, betonte er.

Relevant ist der Zeitpunkt der möglichen russischen Truppenverlegung: Seit Tagen sprechen südkoreanische und US-Vertreter von ihrer Befürchtung, Nordkorea könne zum Jahrestag der Armee am kommenden Dienstag einen neuen Atomtest vornehmen. Damit würde das abgeschottete Land gegen UN-Auflagen verstoßen.

Trump lobt Nordkorea-Verbündeten China

Am Donnerstag hatte die nordkoreanische Führung den USA mit einem "gewaltigen Präventivschlag" gedroht.

US-Präsident Donald Trump sprach anschließend lobend von chinesischen Bemühungen, das verbündete Nordkorea zu zügeln. In den vergangenen zwei oder drei Stunden habe es einige sehr ungewöhnliche Schritte vonseiten der Regierung in Peking gegeben, sagte Trump, ohne dies zu konkretisieren.

Aus US-Regierungskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, es sei zuletzt eine größere Aktivität chinesischer Bomber beobachtet worden.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea hat wiederholt damit gedroht, Japan, Südkorea und die USA mit Atomwaffen zu vernichten. Mahnungen seines einzigen größeren Verbündeten China hat die Führung in den Wind geschlagen. Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Rakete entwickelt, die auch das US-Festland erreichen kann. Experten gehen jedoch davon aus, dass es noch einige Zeit dauern dürfte, bis das Land über die notwendige Technologie verfügt. (dpa/rtr/FR)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Nordkorea
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