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Niedersachsen Unlauterer Wettbewerb

Eigennutz und Empörung. Das niedersächsische Schmierentheater um die Macht ist ein politisches Trauerspiel. Ein Kommentar.

Landtag
Der niedersächsische Landtag aus der Vogelperspektive. Foto: dpa

Man soll Parteien nicht mit Krankheiten vergleichen. Aber manchmal tragen sie selber dazu bei, dass ihre Machtkämpfe manchen Leuten wie ein Wettbewerb zwischen Pest und Cholera erscheinen.

Beispiel Niedersachsen: Da ist auf der einen Seite die Ex-Grüne Elke Twesten, die aus eigennützigen Motiven zur CDU wechselte und die rot-grüne Regierung platzen ließ. Und eine CDU, die den Wechsel wenn nicht mit einfädelte, so doch dankend annahm, statt der Dame einen Hinweis auf die Regeln des politischen Anstands zu geben und für den erhofften Machtwechsel den regulären Wahltermin abzuwarten.

Da sind auf der anderen Seite SPD und Grüne: Sie verweisen zwar mit einigem Recht darauf, dass ein Mandatsverzicht Twestens die anständige Lösung gewesen wäre. Aber sie pflegen einen derart hohen Ton der Empörung, als hätten sie noch nie etwas um der Macht willen getan.

Die AfD hat gute Chancen, im Oktober in den Landtag von Hannover einzuziehen. Die anderen dürfen sich dann alle miteinander fragen, was sie dazu beigetragen haben.

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