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New Statesman attackiert Merkel Merkel und der Hitlervergleich

Das Polit-Magazin "New Statesman" zeigt Merkel auf seinem Titel als Terminator - und vergleicht die Kanzlerin mit Hitler. Auch Österreichs oberster Banker bringt den Merkel-Hitler-Vergleich.

Merkel als Terminator: Titel des "New Statesman". Foto: dpa

Das Polit-Magazin "New Statesman" zeigt Merkel auf seinem Titel als Terminator - und vergleicht die Kanzlerin mit Hitler. Auch Österreichs oberster Banker bringt den Merkel-Hitler-Vergleich.

Welcher Regierungschef stellt die größte Gefahr für die globale Weltordnung und den Wohlstand da? Mahmud Ahmadinedschad, Benjamin Netanjahu, Kim Jong-Un? Alles falsch. Geht es nach dem britischen Polit-Magazin New Statesman ist Bundeskanzlerin Angela Merkel die gefährlichste Frau der Welt. Ihre Politik der Sparsamkeit bringe den Kontinent an den Rand einer großen Depression. "Merkel ist die gefährlichste deutsche Führungspersönlichkeit seit Hitler", tönt das Magazin.

Der New Statesman titelt entsprechend provokant - mit Merkel als Terminator. "She terminates growth" - sie tötet Wachstum - steht darunter. Autor ist Mehdi Hasan, ein bekannter Kolumnist, früher leitender Redakteur des linksliberalen Magazins. "Unter Merkel sieht sich das Land erneut isoliert, gehasst und gefürchtet gleichermaßen", schreibt Hasan.

Godwins Gesetz in Reinform

Merkels einseitige Politik, die quasi obsessiv auf Sparmaßnahmen abziele, verschlimmere die Schuldenkrise nur weiter. Sechs Jahrzehnte von Stabilität und Einigkeit auf dem Kontinent seien in Gefahr

In die gleiche Kerbe schlägt Österreichs oberster Banker, Ewald Nowotny. Der Notenbank-Chef hält die strikte Sparpolitik, die Merkel für Krisenländer vorsehe, für einen Fehler. Eine vergleichbare Wirtschaftspolitik hätte zum Aufstieg der Nationalsozialisten Anfang der 1930er Jahre geführt, sagte Nowotny laut Bloomberg und Dow Jones in Wien. Nowotnys Büro hat das inzwischen bestätigt.

Auch der britische Historiker Niall Ferguson und der US-Ökonom Nouriel Roubini hatten die Haltung Deutschlands in der Krise kritisiert. Auf griechischen Demonstrationen sind "Merkel-als-Nazi"-Plakate mittlerweile Allgemeinplätze. Den Hitlervergleich auszupacken ist und bleibt ein Totschlagargument.

Dass der Hitlervergleich in der Diskussion aufkommt, lässt sich übrigens erklären. Nach Godwins Gesetz ist die Wahrscheinlichkeit, dass in einer längeren Debatte irgendwann ein Hitlervergleich fällt, einfach sehr hoch. (fle)

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